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Eigene Blechverarbeitung startet mit Lasermaschine und Abkantpresse
Was noch für eine eigene Blechfertigung sprach, war, dass man die Mitarbeiterzahl halten könnte. „Dank unseres Geschäftsführers und Inhabers, Johannes Graf von Westphalen, haben wir uns dann für die Investition in eine Blechfertigung entschieden“, sagt Rott. Er beschreibt den Unternehmer von Westphalen als investitionsfreudigen und weitsichtigen Geschäftsführer mit hoher Sozialkompetenz.
Aus einer früheren Tätigkeit kannte Rott den belgischen Blechbearbeitungsmaschinenhersteller LVD. Und so traf er auf Markus Schímansky, der als Geschäftsführer der GMW-Müller, eines Handelshauses für fertigungstechnische Maschinen und Anlagen, seinen Sitz ebenfalls in der Rhön hat. Nach nicht wenigen Beratungsgesprächen und etlichen Verhandlungsrunden stand für Rott fest, dass man die Blechverarbeitung mit einem Laser für die Blechzuschnitte und mit einer komfortablen, einfach zu bedienenden Abkantpresse ausstatten wollte. „Wir haben uns außer LVD noch zwei weitere Blechbearbeitungsmaschinenhersteller angeschaut“, sagt Rott, „doch schlussendlich haben wir uns für den belgischen Maschinenhersteller entschieden, weil das Gesamtpaket der Anlagen genau unseren Ansprüchen entsprach.“
Laserschneidmaschine bewerkstelligt alle Blechzuschnitte
Das Gesamtpaket, von dem Rott erzählt, besteht aus einer Laserschneidmaschine vom Typ LVD Orion 3015 Plus mit 2,5 kW Laserleistung und einer Abkantpresse LVD-PPEP-EFL 110/30. Mit der Laserschneidmaschine bewerkstelligt Texpa alle Blechzuschnitte, die für die Textilmaschinen benötigt werden. „Damit“, so Rott, „können wir alle anfallenden Schneidarbeiten erledigen. Dabei nutzen wir auch den Vorteil, dass wir eine vollwertige Z-Achse mit 240 mm haben, sodass wir auch Profilbearbeitung durchführen können“, erklärt der Blechspezialist. Eine klassische 3D-Bearbeitung sieht Rott darin nicht, trotzdem kann er seine Rohre und vor allem Schaltschranktüren bearbeiten, auch wenn diese bereits abgekantet oder lackiert sind. Die Z-Achse sieht er als besonderen Mehrwert an der Orion 3015 Plus.
Mit der halb fliegenden Optik, dem niedrigen Wartungsaufwand und insgesamt den niedrigen Betriebskosten sieht Rott in der LVD-Anlage die beste Lösung. Die wichtigsten Maschinendaten weisen eine maximale Blechgröße von 3000 mm × 1500 mm bei einem Blechgewicht von 570 kg aus. Auch die Positioniergeschwindigkeiten in der X- und Y-Achse von 100 m/min simultan sowie 15 m/min in der Z-Achse sind beachtlich. Als Laserquelle setzt LVD bei dieser Maschine auf einen HF-erregten CO2-Laser von Fanuc mit 2,5 oder 4 kW – bei Texpa ist es die 2,5 kW-Lösung. „Mit dieser Laserschweißmaschine sind wir in der Lage, unsere gesamten Schneidaufgaben zu lösen. Entscheidend war für uns auch die gute Betreuung durch die LVD GmbH sowie die sehr gute Beratung durch die GMW-Müller. Dies gilt auch für unsere zweite Maschine, eine Abkantpresse des Typs PPEB-EFL 110/3050 mit einer Biegelänge von 3050 mm und einer Presskraft von 110 t“, konstatiert Rott.
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