Suchen

Blechbearbeiter Textilmaschinenbauer zeigt hohe Kompetenz in der Blechbearbeitung

| Redakteur: Dietmar Kuhn

In Anlehnung an das deutsche Volkslied „An der Saale hellem Strande ...“ ist festzustellen, dass es neben der Romantik auch einen Weltmarktführer für Textilanlagen gibt. In Saal an der Saale fertigt Texpa große Konfektionieranlagen. Darin verbaut sind zahlreiche hochwertige Blechteile. Dies führte dort zur Überlegung, sich künftig stärker als Blechbearbeiter zu engagieren.

Firmen zum Thema

Ohne Bleche keine Textilmaschinen – ohne Textilmaschinen keine Textilien.
Ohne Bleche keine Textilmaschinen – ohne Textilmaschinen keine Textilien.
(Bild: Kuhn)

Die internationale Heimtextilbranche bedient sich seit vielen Jahrzehnten der Kompetenz und Erfahrungen der Texpa Maschinenbau GmbH und Co. Das 130-Mann-Unternehmen produziert die zum Teil riesigen Anlagen fast ausschließlich für den Export. „Unsere Kunden“, so sagt Christian Rott, technischer Betriebsleiter bei Texpa, „sitzen zu 99 % im Ausland. Früher hatte diese Industrie in Deutschland einen hohen Stellenwert, doch die Branche ist total ausgewandert.“

Textilmaschinen erfordern in jedem Fall erstklassige Bauteile

Bei den Maschinen und Anlagen, die Texpa entwickelt, baut und in Betrieb nimmt, handelt es sich um voll- und teilautomatische Einrichtungen für die Konfektion von Heimtextilien, wie wir sie im täglichen Leben als Handtücher oder Bettwäsche nutzen. Konfektionieren heißt hier, dass der jeweilige Stoff von einer Rolle abgewickelt – ähnlich wie das bei einem Blechcoil geschieht –, gesäumt und genäht wird. Dabei haben die Anlagen nicht selten 30 bis 35 m Länge.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 17 Bildern

Die besondere Schwierigkeit, die dabei überwunden werden muss, ist, dass die Stoffbahnen absolut parallel und faltenfrei durch die Anlage geführt werden müssen. Manchmal müssen während des Produktionsprozesses auch noch Etiketten oder Labels aufgenäht werden.

„Unsere Anlagen bestehen zwar aus einem Baukastensystem“, so Rott, „dennoch haben wir es oft mit Sonderlösungen beziehungsweise Sonderwünschen unserer Kunden zu tun.“ Sowohl Baukasten wie Sonderlösung verlangen stets nach erstklassigen Bauteilen. In der Mehrheit sind das auch komplexe Teile, die das Maschinenbauunternehmen Texpa dazu zwingen, auf eine äußerst hohe Fertigungstiefe zu setzen. „Etwa 95 % fertigen wir selbst. Das andere sind Kaufteile, wie beispielsweise Elektromotoren oder irgendwelche Zylinder“, sagt Rott.

Blechteile spielen entscheidende Rolle in den Textilmaschinen

Blechteile spielen dabei eine entscheidende Rolle. Denn in den Anlagen von Texpa sind sie zahlreich verbaut – vom einfachsten Blechteil bis hin zu einer komplexen Blechbaugruppe. „Früher mussten wir solche Arbeiten auch nach außen vergeben. Das hinderte uns jedoch in der Produktivität und wir mussten immer auf die Lieferungen warten“, verrät Rott. „Das hat uns veranlasst, über eine eigene Blechfertigung nachzudenken, was wir dann auch in die Tat umgesetzt haben. Dies war etwa vor einem Jahr.“ Da stand man bei Texpa am Scheideweg – entweder weiter mit dem Handicap der Fremdvergabe arbeiten oder eine eigene Blechfertigung aufziehen und ein weiteres Stück Unabhängigkeit gewinnen.

(ID:42285785)