Grüner Wasserstoff Thyssenkrupp und Fraunhofer starten Pilotanlage für Elektrolyse-Stacks

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Thyssenkrupp Nucera und das Fraunhofer-IKTS eröffnen die erste SOEC-Pilotfertigungsanlage für Stacks zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Thüringen.

In Arnstadt in Thüringen passiert in Sachen grünem Wasserstoff (Symbolbild) jetzt etwas wegweisendes. Denn Thyssenkrupp Nucera und das Fraunhofer-IKTS haben eine Pilotanlage eröffnet, die Stacks für eine alternative und effizientere Art der Elektrolyse fertigt.(Bild: ©  AA+W - stock.adobe.com)
In Arnstadt in Thüringen passiert in Sachen grünem Wasserstoff (Symbolbild) jetzt etwas wegweisendes. Denn Thyssenkrupp Nucera und das Fraunhofer-IKTS haben eine Pilotanlage eröffnet, die Stacks für eine alternative und effizientere Art der Elektrolyse fertigt.
(Bild: © AA+W - stock.adobe.com)

Im thüringischen Arnstadt wurde nun mit hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Industrie die erste SOEC-Pilotfertigungsanlage für Elektrolyse-Stacks eröffnet. Mit der Inbetriebnahme der Pilotfertigungsanlage trete die strategische Partnerschaft des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) und Thyssenkrupp Nucera in die nächste Phase, um die Entwicklung der SOEC-Elektrolyse (SOEC = solid oxide electrolyzer cell) zur Marktreife zu bringen. Der Prozess wird auch Hochtemperatur-Elektroyse genannt, weil die typischen Temperaturen, bei dem das abläuft, zwischen 500 und 850 °C liegen. Aufbauend auf der Entwicklungsarbeit des IKTS der letzten Jahre werde nun die SOEC-Technologie zur Fertigung von Stacks für die Produktion von grünem Wasserstoff im großindustriellen Maßstab vorangetrieben. Die SOEC-Stack-Technologie basiert auf einem den Sauerstoff leitenden keramischen Elektrolytsubstrat mit zwei Elektroden, die zusammen mit Kopplungselementen, den Chrom-Eisen-Interkonnektoren, auf mehreren Schichten zum Stack zusammengebaut werden.

Unternehmen können grünen Wasserstoff erzeugen

Das System ist unempfindlicher gegen Korrosion und wechselnde Temperaturbelastung, sagen die Forscher. Auch sei die Zahl der dafür nötigen Komponenten geringer als bei üblichen Systemen. Die Anlage stelle zunächst Stacks in kleinen Stückzahlen her und habe eine anvisierte Produktionskapazität von etwa acht Megawatt pro Jahr. Durch die zukünftig angestrebte großindustrielle und hochautomatisierte Serienfertigung kann der Hochtemperatur-Elektrolyseur zudem zu wettbewerbsstarken Kosten hergestellt werden, so der Plan. Mit dieser Art der Elektrolyse können Unternehmen grünen Wasserstoff künftig sehr effizient gewinnen. Die SOEC-Elektrolyse gewährleistet einen hohen Wirkungsgrad, weil bei bei den hohen Prozesstemperaturen weniger elektrische Energie zur Spaltung des Wasser(dampf)s benötigt wird. Wenn die kommerzielle Hochtemperatur-Elektrolyse in Prozessen eingesetzt wird, in denen große Mengen an Abwärme anfielen – wie beispielsweise in der Stahlindustrie – könne der Stromverbrauch im Vergleich zu anderen Technologien um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden.

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