Teilereinigung

Tipps für weniger Energieverbrauch bei der Teilereinigung

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Erhöhung der Energieeffizienz setzt viele Messungen voraus

Anders sieht es aus, wenn man die Anlagen zur Teilereinigung hinsichtlich ihrer Energieeffizienz optimieren will. Am Anfang stehen hier Messungen, um überhaupt erst einen Überblick über den tatsächlichen Energieverbrauch zu bekommen. Und das ist nicht immer möglich, wie Höckh erläutert: „Sofern der Nutzer kein Interesse am Thema hat, helfen Zähler nur wenig weiter.“ Zähler würden nur von der Großindustrie nachgefragt, der Kleinanwender verzichte bei der Investition in der Regel auf teure Messtechnik. „Zähler für Energie- und Wasserverbrauch werden nur bei circa 20 bis 30 % der Anlagen verbaut“, bestätigt Oberauer. Der Einbau dieser Zähler sei grundsätzlich sinnvoll, jedoch sollten die Zähler auch in Form eines Maschinenlogbuches ausgewertet und in Relation zur gewaschenen Teilemenge gebracht werden. „Insbesondere nach mehreren Jahren ergeben sich beim Kunden oft geänderte Abläufe, beispielsweise werden Öle durch Emulsionen ersetzt oder die Anforderungen neuer Produkte an die Reinigung erfordern geänderte Prozesse. Genau hier sollte über eine gezielte Analytik der Reinigungsanlage vermieden werden, dass Prozesse und damit auch Verbrauchskosten an den worst case angepasst werden“, sagt er.

Eigenes Energiesparpaket für Teilereinigungsanlagen entwickelt

Für automatische Prozesse sind nach Auskunft von Höckh zur Effizienzsteigerung insbesondere Messinstrumente zur Badsauberkeit hilfreich. Damit ließen sich Aufbereitungsprozesse wie die Destillation bei Lösemittelanlagen bedarfsgerecht steuern. Weitere Bausteine im Hinblick auf die Energieeffizienz seien in den vergangenen Jahren dazugekommen: automatische Stand-by-Schaltung bei Leerlauf, variable Anpassung der Grundlast oder abgesenkte Betriebstemperaturen.

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verweist auf das von Dürr Ecoclean für bestehende und neue Anlagen entwickelte Energiesparpaket: „Es ermöglicht je nach Anlagentyp beachtliche Einsparungen. Denn durch die intelligente Anlagensteuerung werden energieintensive Aggregate wie Vakuumpumpen nach einer definierten Zeit ohne Warenverfügbarkeit automatisch in einen Stand-by-Modus geschaltet“.

Energieeffizienz-Motoren bringen nur begrenzten Nutzen

Wenn es um Energieeffizienz geht, rücken auch häufig Elektromotoren, bei der Teilereinigung im Wesentlichen in Pumpen und Hilfsantrieben, in den Fokus. Ob sich eine Umrüstung der Pumpen und Hilfsantriebe bei bestehenden Anlagen lohnt, hängt sehr vom Anlagentyp und dem Umfang der Badaufbereitung ab. „Für einfache Entfettungsaufgaben auf wässriger Basis, die lediglich mit Ultraschallunterstützung in Einkammeranlagen arbeiten und eine Trocknung durch Eigenwärme erfolgt, fällt im Wesentlichen nur der Energiebedarf der Medienpumpe und der Automatisierung an. Dieser wird sich im Bereich von maximal 20 % der Anlage bewegen“, schätzt Oberauer. Bei der Reinigung von hochkomplexen Bauteilen mit Hochdruckpumpenaggregaten und mehreren Prozessstufen und aufwendigerer Vakuum-/Warmlufttrocknung entfalle ein Großteil des Energieverbrauchs auf die Hochdruckpumpen. Für solche Anwendungen könne dann auch die Umstellung auf energieeffiziente Motoren eine wirtschaftliche Lösung sein. Hingegen empfiehlt er normalerweise, bei Standardanlagen nur bei Ausfall eines Bauteils auf eine energieeffziente Ausführung für den Austausch zu gehen.

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