Teilereinigung

Tipps für weniger Energieverbrauch bei der Teilereinigung

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Optimierte Pumpensteuerung bringt mehr als Energieeffizienz-Motoren

„Bevor eine Umrüstung der Pumpen im Hinblick auf energieeffizientere Motoren in Betracht gezogen wird, sollten zunächst alle Möglichkeiten der optimierten Pumpenansteuerung geprüft werden“, ergänzt Höckh. So könne schon allein ein bedarfsgesteuertes Ein-/Ausschalten anstatt Dauerlauf den Energieverbrauch senken. Auch Mannschreck kritisiert den viel diskutierten Umstieg bei Antrieben von IE2 auf IE3 als wenig effektiv, „und das ganz abgesehen davon, dass diese Motoren für viele Aggregate noch nicht lieferbar sind“.

Mit steigenden Energiepreisen in den vergangenen Jahren ist bei vielen Prozessen auch die Wärmerückgewinnung wichtiger geworden. „Die Möglichkeiten zur Energierückführung sind bei Lösemittelanlagen mit Destillation und wässrigen Anlagen mit Verkochungseinrichtung sehr gut machbar. Hier kann die zur Badaufbereitung eingesetzte Energie wieder verwendet werden, um die Prozessbäder zu beheizen“, erläutert Oberauer. Damit könne die Badaufbereitung im Wesentlichen energieneutral umgesetzt werden. Ähnlich setze es auch die Höckh Metallreinigungs-Anlagen GmbH bei Lösemittelanlagen um, wie der Geschäftsführer berichtet, und das seit vielen Jahren.

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Zurückgewonnene Abwärme sinnvoll nutzen

Bei der Nutzung der Abwärme aus anderen Prozessschritten, beispielsweise der Absaugung bei wässrigen Anlagen, der Abwärme von Vakuumpumpen oder von Kälteaggregaten bei Lösemittelanlagen, besteht laut Oberauer jedoch immer die Problematik, dass das vorhandene Temperaturniveau zu niedrig ist, um dies in der Anlage sinnvoll einzusetzen. „Wir empfehlen hier dem Kunden grundsätzlich, zuerst zu prüfen, inwieweit diese Abwärme nicht ohne Verwendung einer Wärmepumpe in anderen Einrichtungen innerhalb des Betriebes sinnvoll genutzt werden kann. Wenn dies nicht der Fall ist, so sollte in einem nächsten Schritt versucht werden, die Abwärme von verschiedensten Anlagen zusammenzuführen und diese dann in einer zentralen Anlage auf ein höheres und einsetzbares Temperaturniveau zu bringen. Dies kann beispielsweise durch Abführung der Wärme über Kühlwasser und Einsatz von Wärmepumpen erfolgen“, sagt er.

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