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Vor allem aber spart die virtuelle Produktentwicklung Zeit und Kosten, weil entscheidende Schwachstellen bereits erkannt und korrigiert werden, noch bevor der erste Prototyp gebaut wird. Im Fall des Kiwi-Ablagesystems lässt sich dieser Vorteil ganz konkret fassen: Denn wegen der Simulation konnten zwei Entwicklungsstufen mit noch nicht voll ausgereiften Prototypen komplett eingespart werden.
Internes Expertennetzwerk koordiniert Simulation
Schunk Engineering ist ein internes Expertennetzwerk, in dem moderne, computergestützte Entwicklungstechnologien (CAE) projektübergreifend koordiniert, effektive Rechenwege genutzt, Erkenntnisse aufbereitet und anschließend wiederverwendbar gemacht werden. Das Unternehmen verfügt damit über einen hochwirksamen Simulations-Katalog für unterschiedlichste Teilaufgaben, die entsprechend den Kundenanforderungen kombiniert werden können.
So lassen sich beispielsweise Standardberechnungen für die Linear- und Portaltechnik durchführen. Aus dem umfassenden Programm von Schunk-Linearachsen wird auf diesem Weg die für die Anwendung optimale Achs-Kombination ermittelt.
Simulation erkennt schnell die Schwachstellen
Mit Hilfe der Simulation ist es möglich, hinreichend steife und haltbare Systeme zu konfigurieren sowie etwaige Schwachstellen zu erkennen und zu vermeiden. So können bereits vor dem Bau der ersten realen Prototypen mit minimalem Aufwand unterschiedlichste Varianten geprüft und optimiert werden. Dabei arbeitet das Unternehmen mit bis zu drei Simulationsstufen:
- Modalanalyse, das heißt Simulation der Schwingungsformen und Eigenfrequenzen zur ersten Beurteilung der Steifigkeit,
- statische beziehungsweise quasistatische Analyse, das heißt Simulation der Auswirkungen von Lasten, Gewichtskraft oder Beschleunigungen zur Bemessung und Überprüfung der Komponenten, und
- transiente Analyse, das heißt Simulation kompletter Zyklen und Abläufe zur präzisen Ermittlung der dynamischen Lasten und zur Beurteilung der Lebensdauer.
Zielgerichtete Auslegung von Anfang an
Mit zunehmendem Projektfortschritt entstehen virtuelle Prototypen, deren Aussagen der Realität stets einen Schritt voraus sind. Für ein erstes Simulationsmodell genügt zunächst ein Entwurf der Achskombinationen beziehungsweise der Achstypen, Abmessungen und Massen. CAD-Daten der umgebenden Konstruktion sind hilfreich, jedoch nicht Bedingung. Im Rahmen einer Modalanalyse berechnet Schunk Engineering daraus Eigenfrequenzen und Eigenformen.
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