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Vakuumtechnik bringt Vielfalt in das Teilehandling

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Impulsgeber ist die Automatisierung industrieller Prozesse. „Sie schreitet immer weiter voran“, berichtet Mehrer. „Die zu handhabenden Güter werden immer anspruchsvoller.“ Damit würden, so der Fipa-Geschäftsführer, immer weitere Anwendungsbereiche für die Vakuumtechnik erschlossen.

Das verlangt eine zunehmende Flexibilität bei der Auslegung der Greifsysteme. „Mit demselben Sauggreifer müssen unterschiedliche Produkte wie Kartonagen, Kunststoffverpackungen und Paletten zuverlässig gehandhabt werden“, erläutert Mehrer, „das am besten ohne Umrüstzeiten.“

Zuwachsraten bei Sauggreifern sind höher als beim Rest der Pneumatik

Das Anwendungsspektrum der Vakuumtechnik im Teilehandling wird immer umfangreicher. Diese Entwicklung beobachtet Festo-Produktmanager Hanold bereits seit einigen Jahren: „Die Vergangenheit zeigt, dass dieses Segment stärker gewachsen ist als der Rest der Pneumatik.“ Im Vergleich zu Druckluftsystemen war die Vakuumtechnik nach der vergangenen Krise wieder schneller im Plus. Das besagt der vom VDMA erfasste Auftragseingang in beiden Sparten.

„Dieser Trend wird sich weltweit fortsetzen“, ist Hanold überzeugt: „Eine weitere Automatisierung des Teilehandlings mit Vakuumkomponenten sichert die wirtschaftliche Produktion in Hochlohnländern wie Deutschland.“

Korrekte Auslegung der Sauggreifer unabdingbar

Voraussetzung ist eine korrekte Greiferauslegung. Basis dafür ist in der Regel ein Baukasten mit spezifischen Vakuumkomponenten. Er enthält Sauger, Filter, Ventile, Befestigungselemente, Systemüberwachung und Vakuumerzeuger wie die Ejektoren.

Vom Aufbau gleichen sie den Venturidüsen, die aus einem Rohrstück bestehen. Darin wird der Querschnitt beidseitig zur Mitte hin immer enger. An der engsten Stelle befindet sich ein Anschlussrohr, das bei den Ejektoren zu den Saugern führt.

Vom Aufbau her seien die Ejektoren leicht, kompakt und nahezu verschleißfrei, erläutert Rexroth-Manager Michalkowski. Das ermögliche eine einfache Integration direkt an den Saugern.

Vakuumerzeugung für Sauggreifer nah beim Prozess

So kann die Vakuumerzeugung nahe beim Prozess stattfinden. Damit lassen sich lange Saugleitungen vermeiden. Folglich wird das Vakuum in den Saugern schneller aufgebaut und eine höhere Dynamik beim Greifen erzielt. Ferner sinkt der Energieverbrauch. „Für Applikationen mit relativ niedrigem Saugvolumen sind Ejektoren die richtige Wahl“, erklärt Michalkowski.

Das gilt vor allem für Werkstücke mit luftdichten bis leicht porösen Oberflächen. Bei diesen Greifflächen reicht eine kleine bis mittlere Saugleistung aus, berichtet Fipa-Geschäftsführer Mehrer.

Wird dagegen ein höheres Saugvolumen benötigt, können Pumpen die Vakuumerzeugung übernehmen. „Die optimale Art der Vakuumerzeugung ist applikationsspezifisch“, sagt der Rexroth-Manager. „Sie hängt von der Applikation und den Rahmenbedingungen ab“.

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