Stark bleiben! VDMA lehnt Trumps Erpressungsstrategie strikt ab

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nachdem Donald Trump gedroht hat, mehrere EU-Staaten wegen der Grönland-Frage durch Zölle abzustrafen, fordern VDMA und VDA auf, sich dagegen vehement zu wehren.

Trump will immer noch unbedingt Grönland kaufen, dass bekanntlich zu Dänemark gehört. Er will das zum Schutz tun! Doch viele EU-Länder sind nicht begeistert, ja werden sogar mit weiteren Strafzolldrohungen erpresst. VDMA und VDA fordern ein knochenhartes Nein von der EU ...(Bild:  O. Gönnenbrook)
Trump will immer noch unbedingt Grönland kaufen, dass bekanntlich zu Dänemark gehört. Er will das zum Schutz tun! Doch viele EU-Länder sind nicht begeistert, ja werden sogar mit weiteren Strafzolldrohungen erpresst. VDMA und VDA fordern ein knochenhartes Nein von der EU ...
(Bild: O. Gönnenbrook)

Donald Trump will in Bezug auf den Grönland-Konflikt und der Reaktion einiger EU-Länder erneut zur Bestrafungsmaßnahme namens Zölle greifen. Betroffen sind natürlich Dänemark, aber auch Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Finnland und auch Deutschland. Der deutsche Maschinenbauverband VDMA fordert deshalb eine entschlossene Gegenreaktion der Europäer. „Europa darf sich nicht erpressen lassen! Auch nicht von den Vereinigten Staaten“, so der VDMA-Präsident Bertram Kawlath. Grönland sei nicht zuletzt ein Teil Europas und müsse es auch bleiben. Wenn die EU in diesem Punkt nachgebe, werde es den amerikanischen Präsidenten nur dazu ermutigen, die nächste aberwitzige Forderung zu stellen.

Es gibt durchaus Werkzeuge gegen die US-Aktionen

Sollte eine geschlossene Reaktion der Europäer ausbleiben, sind ab 1. Februar auf alle Waren 10 Prozent und am 1. Juni 25 Prozent fällig, bis die Sache mit dem Kauf von Grönland im Sinne Trumps ausdiskutiert ist. Kawlath forderte außerdem, dass Europa der US-Expansionspolitik selbstbewusst, einig und entschlossen entgegenstehen muss: „Die EU-Kommission sollte prüfen, ob das Instrument gegen handelspolitische Zwangsmaßnahmen („Anti Coercion“-Instrument) zum Einsatz kommen kann.“ Es ermögliche immerhin Gegenmaßnahmen, wenn wirtschaftlicher Druck ausgeübt werde, um politische Entscheidungen zu erzwingen. Und das Europäische Parlament, so der VDMA-Präsident weiter, kann in der kommenden Woche unmöglich Zollkürzungen für die USA beschließen, solange Washington die EU mit neuen Strafzöllen unter Druck setzt.

Auch die Automobilindustrie warnt vor Trump

Der Maschinenbau ist bekanntlich besonders von den Zöllen betroffen, die Donald Trump ausgeheckt hat und noch aushecken will. Aber auch die Schlüsselindustrie Automotive muss sich mehr Sorgen machen, wenn die Grönland-Zölle kommen sollten. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht in den von US-Präsident Donald Trump angekündigten neuen Strafzöllen gegen Deutschland und die anderen genannten europäischen Staaten auch eine schwerwiegende Belastung der transatlantischen Beziehungen. „Die Kosten durch diese zusätzlichen Zölle wären für die gesamte Industrie der EU – in diesen ohnehin herausfordernden Zeiten – enorm“, warnte VDA-Präsidentin Hildegard Müller, angesichts der Lage. Entscheidend ist aus Sicht Müllers jetzt eine kluge, strategische und mit den betroffenen Ländern abgestimmte Reaktion aus Brüssel. Müller ist sich dabei sicher, dass Schnellschüsse der EU lediglich zu einer Eskalationsspirale führen werden, die nur Verlierer produziert. Zweifellos aber gelte, dass die USA den freien Willen Grönlands akzeptieren müssten. Die EU will auf den, wie es heißt, offenen Erpressungsversuch von Donald Trump eventuell mit der sogenannten „Handels-Bazooka“ reagieren:

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