Anbieter zum Thema
Das System Vario-Charger besteht aus zwei Dosierzylindern, die parallel geschaltet sind. Sie steuern die Prozessschritte Tanken, Lackieren und Spülen. Während der eine tankt und spült, versorgt der zweite den Lackierroboter mit Lack und umgekehrt. Wird kein Farbwechsel vorgenommen, kann man so kontinuierlich mit unbegrenzter Lackmenge lackieren. Bei Farbwechseln muss der entsprechende Zylinder vor dem erneuten Betanken gespült werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dosiersystemen befördert das System den Lack nicht über Molche, sondern mit Hilfe des Spülmittels. Lediglich die Befüllstrecke, die von beiden Dosierzylindern verwendet wird, arbeitet zugunsten der Wartungsfreundlichkeit mit einem einzigen Molch.
Die patentierte Kolbentechnik im Dosierzylinder ermöglicht laut Meier eine saubere Trennung von Spülmittel und Lack. Eine Kugelumlaufspindel gewährleistet die präzise Linearbewegung des Kolbens im Zylinder. Sie wird über einen Zahnriementrieb von einem Servomotor angetrieben. So kann die Lacksäule – ähnlich der Funktionsweise einer Spritze – in den Dosierzylinder gezogen und von dort auch wieder zur Applikation abgegeben werden. Dazu wurde bei der Auslegung von Servomotor, Zahnriemen und Vorschubmodul viel Wert auf eine hochpräzise Arbeitsweise gelegt. Schließlich soll sich die Lack- und Spülmittelmenge exakt dosieren lassen. Das reduziere den Lackverlust bei Farbwechsel auf ein Minimum.
Lackverlust bei Farbwechsel stark reduziert
Aufgrund der Dosierbarkeit des Systems wird der Lackverlust bei Farbwechsel künftig auf rund 7 ml reduziert. Vergleiche man diesen Wert mit einem durchschnittlichen Farbverlust von 50 ml bei herkömmlichen Systemen, erläutert Meier, ergebe sich eine Einsparung von etwa 86% Lack pro Spül-vorgang. So hat der Anwender zusätzlich zur erhöhten Umweltverträglichkeit einen Kostenvorteil, weil weniger Lack ausgespült und damit unverwertbar gemacht wird.
Dank der parallel angeordneten Dosierzylinder kann ein System betankt werden, während das andere lackiert. Es ist sofort einsetzbar, sobald das erste System vollständig entleert wurde. Dadurch ergeben sich zeiteffiziente Farbwechselzeiten von unter vier Sekunden.
(ID:345983)