Grip Factory Munich

Verschleißfeste Oberflächen als Markenzeichen

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Es musste abgestimmt werden, wo die Teile auf die Beschichtungsgestelle geklemmt werden dürfen. Dort, wo ein direkter Kontakt zwischen Bauteil und Gestell besteht, wird nämlich bei dem Harteloxal-Verfahren keine Schicht aufgetragen. Es entsteht so punktuell eine unbeschichtete Stelle, die zum Beispiel nicht gerade in einem Sichtbereich liegen sollte. Ferner mussten Passungen auf die Schichtdicke abgestimmt werden.

Der Grund hierfür ist, dass die Hart-Coat-Schicht zur Hälfte in das Grundmaterial hineinwächst und deshalb nur zur Hälfte nach außen aufträgt. So ergibt eine 50 µm dicke Schicht nur einen Auftrag auf das Grundmaterial von 25 µm. Passungen, die nicht beschichtet werden müssen, können abgedeckt werden und benötigen keine Bearbeitung. Eine weitere Herausforderung stellen Hohlprofile dar, wie sie z.B. für Kranausleger verwendet werden. Sie sind an beiden Enden zugeschweißt. Dadurch erhalten sie im Beschichtungsbad einen Auftrieb, dem der Oberflächenbeschichter durch geeignete Maßnahmen Rechnung tragen muss.

Lösung für das Harteloxieren von Schweißverbindungen gefunden

Andere Bauteile haben offene Hohlräume und Hinterschneidungen, die beim Durchlaufen des Beschichtungsprozesses schöpfend wirken können. Um nicht beispielsweise Entfettungslösungen mit in den Beschichtungselektrolyten einzuschleppen (Verschleppung), müssen die Teile so auf das Beschichtungsgestell geklemmt werden, dass die jeweiligen Lösungen in ihrem Bad abfließen können, bevor es zur nächsten Behandlungsstation geht. Das erfordert manchmal auch konstruktive Änderungen am Bauteil, etwa durch zusätzliche Bohrungen oder Öffnungen, durch die die entsprechenden Lösungen abfließen können.

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