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Eine erste Simulation zeigt, dass der Rundheitsfehler am Passungsdurchmesser 218 f7 (Toleranz 0,048 mm) nach dem Spannen, Hochdrehen und Bearbeiten 0,054 mm beträgt, also außerhalb des tolerierten Bereichs liegt. Werden in einer zweiten Simulation die Drehzahl erhöht und die Schnittdaten angepasst, gelingt die Operation. Über eine reine Variation der Bearbeitungsparameter kann man die Antriebslaterne also auf einem vorhandenen Standardspannmittel bearbeiten – eine enorme Kosteneinsparung, die ohne eine detaillierte FEM-Analyse kaum oder nur sehr umständlich erreichbar gewesen wäre. ?
Weil es sich bei der FEM immer um eine theoretische Berechnung handelt, ist es ratsam, der Simulation einen praktischen Versuch folgen zu lassen. In den meisten Fällen weichen die tatsächlichen Ergebnisse kaum von den berechneten Ergebnissen ab. Allenfalls bei gehärteten Teilen oder Gussteilen mit Gusshaut führen Eigenspannungen im Material manchmal zu einer größeren Differenz.
Per Simulation mögliche Schwachstellen bereits im Vorfeld beheben
Der Spanntechnik- und Automationsspezialist Schunk verfügt über ein internes Expertennetzwerk, das moderne computergestützte Entwicklungstechnologien (CAE) projektübergreifend koordiniert, effektive Rechenwege nutzt, Erkenntnisse aufbereitet und anschließend wiederverwendbar macht. Dieses hochwirksame Instrument wird sowohl in der Spanntechnik als auch in der Automation eingesetzt.
Weil viele Anwender nicht über eigene Möglichkeiten zur Simulation verfügen, bietet Schunk dieses Know-how auch als eigenständige Dienstleistung an. Dabei verschmelzen das Know-how über theoretische Grundlagen und Software mit der Kompetenz im Umgang mit dem System und dem Wissen um mögliche Realisierungsalternativen.
Anwender profitieren davon mehrfach: Sie erkennen mögliche Schwachstellen bereits im Vorfeld und können auf Basis der Simulation konkrete Konstruktionsvorgaben und -richtlinien erstellen oder Spannmittel und die Aufspannung definieren. So vermeiden sie unnötige Investitionen oder überdimensionierte Systeme. Die Simulation leistet damit einen wichtigen Beitrag für eine höhere Effizienz bei der Entwicklung und Fertigung neuer Produkte.
Markus Michelberger ist Verkaufsleiter Drehfutter der H.-D. Schunk GmbH & Co. KG in 88512 Mengen.
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