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Ein kurzer Blick auf die Eigenschaften des eldec-Verfahrens bestätigt diese Einschätzung: Hier erfolgt die Aufheizung an der Schnittkante per Induktion. Auf diese Weise erreicht das Werkzeug deutlich schneller die benötigte Temperatur, weil die Wärme direkt in das oberflächennahe Volumen eingebracht wird – bei einer Erwärmung durch die Flamme oder den Laser erwärmt sich hingegen zunächst nur die Oberfläche. Zudem ist es bei Einsatz von Eldec-Energiequellen möglich, Leistung, Strom oder Temperatur präzise zu regeln. So können Anwender optimal auf individuelle Anforderungen und die Umgebungseinflüsse des Prozesses reagieren – ein gleichbleibendes Härteergebnis ist das Resultat. „Dazu kommt, dass keinerlei toxische oder explosive Gase, die den Arbeitsplatz belasten, während des Induktionsprozesses auftreten“, ergänzt Tzschupke. „Und nicht zuletzt ist unsere Technologie angesichts seiner guten Energieeffizienz deutlich umweltfreundlicher als das Flammhärten.“
Prozesszeiten massiv verkürzen
Ein neuer Eldec-Kunde, der auf diese Vorteile setzt, ist der Werkzeugbau Laichingen. Das Unternehmen verfügt an seinen Standorten in Laichingen und Leipzig über ein umfassendes Know-how und Erfahrungswissen, das von der eigenständigen Werkzeugkonstruktion über die komplette Neuproduktion bis zum umfassenden Service rund um die Press- und Umformwerkzeuge reicht. Zudem stellen die Spezialisten die hauseigenen Pressen für Serienan- und ausläufe zur Verfügung. „Grundsätzlich bieten wir unseren Kunden extrem kurze Reaktionszeiten, denn ein fehlendes oder noch nicht fertiges Werkzeug erzeugt unter Umständen hohe Kosten. Wir arbeiten deshalb laufend daran, die Produktionsprozesse weiter zu perfektionieren und zu verkürzen“, erklärt Gottlieb Schwertfeger, verantwortlich für die Einkaufsleitung und das Qualitätsmanagement bei Werkzeugbau Laichingen. „Vor diesem Hintergrund haben wir aktuell auch die Prozesse rund um das Schnittkantenhärten verändert, weil sie insgesamt zu lange andauerten.“ Konkret heißt das: In der Vergangenheit wurden die Werkzeuge vor Ort per Flammhärten bearbeitet. Alternativ erfolgte ein Laserhärten bei externen Lohnfertigern – ein zusätzlicher logistischer Aufwand, den die Spezialisten jetzt durch Einsatz des schnellen Induktionshärtens komplett vermeiden. Als Energiequelle für das Verfahren kommt dabei seit Herbst letzten Jahres ein Mico-Generator von Eldec zum Einsatz. Gerade für Werkzeugbauer bietet sich dieser besonders flexible Energiecontainer an.
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