Oberflächentechnik Vorbehandlung ist Voraussetzung für funktionsfähige Pulverlackschichten
Vor jeder Pulverbeschichtung kommt die Bauteilvorbehandlung, die mindestens aus der Reinigung besteht. Wird die Pulverlackschicht Feuchtigkeit ausgesetzt, ist zusätzlich eine Konversionsschicht notwendig, gegebenenfalls mit einer Grundierung. Spätestens in diesem Fall ist zu prüfen, ob der Beschichtungsbetrieb die Voraussetzungen für hohe Qualität erfüllt.
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Im Bereich der Industrielackierung wird Pulverlack heute aufgrund der umweltverträglichen Verarbeitung und der geringen Abfallproblematik als idealer Beschichtungsstoff angesehen. So verfügt die Pulverlackschicht über eine Reihe von Eigenschaften, die für viele alltägliche Gebrauchsgegenstände ideale Voraussetzungen sind. Besonders die Schlagempfindlichkeit und die allgemeinen exzellenten Haftungseigenschaften auf den verschiedenen metallischen Untergründen bestätigen die universellen Eigenschaften dieses organischen Überzugs. Trotzdem müssen an die verschiedenen Oberflächen vor der eigentlichen Pulverbeschichtung eine Reihe von Anforderungen gestellt werden, um die über die geforderte Gebrauchsdauer notwendigen Oberflächeneigenschaften zu gewährleisten.
Metallisch blanke Oberflächen sind eine Grundvoraussetzung
Wesentlich für diese Gebrauchseigenschaften sind Kenntnisse über die spätere Anwendung. Auch sollte bereits bei der Auswahl des Substratwerkstoffs geprüft werden, ob die metallische Oberfläche pulverbeschichtungsfähig ist und ob sie für den vorgesehenen Verwendungszweck die notwendige Basis im Zusammenhang mit einer nachfolgenden Pulverbeschichtung bietet. Für die Gebrauchstauglichkeit – zum Beispiel für die Korrosionsbeständigkeit – eines mit Pulverlack beschichteten Bauteils ist die Art der Vorbehandlung von wesentlicher Bedeutung.
Generell gilt als Grundvoraussetzung für eine einwandfreie Beschichtung das Vorhandensein einer metallisch blanken Oberfläche. Diese Grundvoraussetzung wird aber in den wenigsten Fällen, insbesondere bei der Bearbeitung, erreicht. Meist sind die zu beschichtenden Teile mit arteigenen oder auch artfremden Rückständen überzogen. Dazu zählen Oxidschichten, Oxidationsprodukte und beim Stahl Rostablagerungen oder Flugrost. Zu den artfremden Schichten zählen Öl-, Fett-, Korrosionsschutzfilme, die teilweise kaum oder nicht sichtbar sind.
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