Globaler Wettbewerb

Deutschlands Auto-Trio Nummer eins lässt weiter Federn

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IG Metall mobilisiert gegen Stellenabbau

Angesichts der Probleme laufen eine Reihe von Jobabbauprogrammen, die sich über mehrere Jahre erstrecken. Zehntausende Menschen sind betroffen - unter anderem bei Mercedes-Benz, BMW, im VW-Konzern und den dazugehörigen Marken sowie bei Zulieferern wie Bosch, Aumovio, ZF Friedrichshafen und Mahle. Bei VW steht auch die Schließung der VW-Werke Hannover, Emden Zwickau sowie des Audi-Standorts Neckarsulm im Raum. Dagegen macht die IG Metall heute an gut 200 Orten mobil.

Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag“ erwartet die Gewerkschaft dazu über 100.000 Teilnehmer. Man fordert von den Herstellern unter anderem mehr Investitionen in deutsche Werke – etwa in Batteriefertigung und autonomes Fahren.

Der VDA sieht die Lage etwas differenzierter

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hält wiederum umgekehrt eine größere Veränderungsbereitschaft von Gewerkschaften und Beschäftigten für nötig. Produktion in Deutschland ist kein Naturgesetz, die Auslastung von Werken kein Selbstläufer, schrieb VDA-Präsidentin Hildegard Müller in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. Als Wettbewerbsnachteil nannte sie vor allem die hohen Arbeitskosten und die kürzeren Arbeitszeiten in Deutschland. Eine Arbeitsstunde koste in der deutschen Autoindustrie fast 65 Euro, in Tschechien 24 und in Polen 18 Euro. In Deutschland würden durchschnittlich 1.300 Stunden im Jahr gearbeitet, in Tschechien 1.800 und in Mexiko über 2.000 Stunden.

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