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Anschließend wird der rund 500 t schwere Ofen – in Fachkreisen „Pot“ – um etwa 2 m bündig mit der Geschossdecke der Fertigungslinie angehoben. Nach Erreichen der oberen Position stoppt die Hubanlage und vier kleinere Schwenkantriebe klappen vier Schwenkstützen auf. Sobald diese vollständig aufgeklappt sind, wird der Ofen um 200 mm abgesenkt und auf den Stützen abgestellt. Auf diese Weise sind die Hubelemente nur während des Hebevorganges belastet und nicht während der Produktion. Dies hat den Vorteil, dass damit während des laufenden Prozesses Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Hubanlage durchgeführt werden können.
Synchronisierte Spindelhubelemente gewährleisten Gleichlauf
Zum Anheben und Senken der Zinköfen dienen jeweils mindestens vier Schwerlast-Spindelhubelemente mit Spezialgewinde. Sie basieren auf dem hochpräzisen und erprobten Hubelement der Baugröße SHE 200.1 aus dem Lieferprogramm von Pfaff-Silberblau. Die einzelnen Hubelemente mit ölgeschmiertem Schneckengetriebe sind über Kegelradgetriebe und Gelenkwellen mechanisch miteinander verbunden und werden synchron durch einen Motor angetrieben.
Durch den geringen Verdrehwinkel in den Antriebs- und Verbindungswellen von nur einem Viertel Grad pro laufendem Meter und die Untersetzung im Schneckengetriebe ergibt sich ein extrem präziser Gleichlauf innerhalb des Hubsystems: Die Abweichung beträgt weniger als 0,1 mm. Gewährleistet wird dieser absolute Gleichlauf aller Hubelemente durch eine mechanische Synchronisierung, die eine Zwangssynchronisierung überflüssig macht. Eine aufwendige Gleichlaufsteuerung entfällt. Ein zentraler Motor übernimmt den Antrieb.
Die herausragende Besonderheit dieser rein mechanischen Hubvorrichtung ist, dass sie komplett ohne störanfällige Hydraulikzylinder auskommt. Treten Störungen im Betrieb auf, sorgen die selbsthemmenden Sondergewindespindeln der Hubelemente für eine Sicherung der Last auf Höhe – das bedeutet kein Absenken der Last bei Betriebsstörungen. Insgesamt entstehen beim Betrieb des Hubsystems nur geringe Vibrationen und Schwingungen, was Schäden an der Ofenisolierung vermeidet. Die Ölschmierung sorgt für eine besonders hohe Lebensdauer der Hubelemente. Die Spindel selbst wird mit einem Sonderfett geschmiert.
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