Umformtechnik

Wenn das Umformwerkzeug Fehler meldet

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Die Unsicherheit und das Wissen um die Probleme und Sorgen der Großwerkzeugbauer entzündeten in Reinmuth einen Funken, die Schlauchleitungen einfach zu eliminieren und die Überwachung mit Hilfe einer speziellen Sensorik zu lösen.

Gasdruckfedern im Umformwerkzeug werden jetzt in Echtzeit überwacht

Bei Fibro nennt man das System Wireless Pressure Monitoring – kurz WPM. Damit können nun die Gasdruckfedern in einem Umformwerkzeug in Echtzeit überwacht werden. Grund dafür, dass es jetzt keine Kabel und Schläuche mehr gibt und gleichzeitig die Prozesssicherheit erheblich gesteigert werden konnte, ist ein spezieller Sensor. Dieser wird nun vor Ort im Werkzeug an die Gasdruckfeder oder an die Hydraulikleitungen – wenn es sich um ein Geber-Nehmer-System handelt – montiert beziehungsweise eingeschraubt.

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Die Funktionsweise des WPM ist so, dass der Sensor den Druck und die Temperatur der jeweiligen Gasdruckfeder dauernd erfasst und überwacht und bei einer Abweichung im Vergleich zu einem vorher an einem Rechner eingestellten Wert ein entsprechendes Signal sendet. Es wird also permanent der Sollwert mit dem Istwert verglichen.

Jedes Umformwerkzeug lässt sich mit Überwachungssystem ausstatten

Prinzipiell lässt sich jedes Werkzeug mit dem WPM ausstatten. Ford hat als Pilotanwender für das WPM einige seiner Werkzeuge bereits damit ausgerüstet.

Dass Fibro dort die Chance hatte, seine Versuchssensoren – denn bislang hatten die eingesetzten Sensoren noch Prototypen-Charakter und wurden nur in limitierter Stückzahl produziert – einzusetzen und zu testen, das lag in erster Linie an dem erfahrenen Werkzeugbau-Team von Ekrem Kir und seinem Mitarbeiter Kai Manns. „Nun kennen wir schon seit Jahren Hartwig Hennemann als kompetenten Berater von Fibro“, sagt Kir. „Er hat uns eines Tages das WPM-System vorgestellt und so sind wir zum Versuchskaninchen geworden.“

Überwachungssystem für Umformwerkzeuge spart viel Geld

Seit Februar 2010 testen die Ford-Werkzeugspezialisten nun das System und sie sind davon überzeugt, dass man mit dem WPM und der Vermeidung eines Werkzeugcrashs eine Menge Geld sparen kann. „Wir können sofort erkennen“, so Kir, „wo etwas nicht stimmt, und können so viel schneller reagieren. Mit dem WPM haben wir alle Gasdruckfedern oder Geber-Nehmer-Systeme im Griff.“ Neben den direkten Einsparungen lassen sich aber auch im Vorfeld in der Konstruktion Kosten sparen, weil die Überlegungen hinsichtlich Schlauchleitungen oder Kabel entfallen.

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