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Pressenverlagerung

Wenn Giganten ihren Standort wechseln

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Seit vielen Jahren hat Scholpp in diesem Bereich erfolgreich mit der PTC Press Engineering GmbH aus Oberhausen zusammengearbeitet. Mit der Akquisition des Unternehmens im Jahr 2012 konnten jetzt die Leistungen erheblich erweitert werden. „Mit diesem Komplettangebot – der Verlagerung plus Modernisierung von Pressen – sind wir jetzt einmalig in Europa“, sagt Martin Scholpp. „Unsere Kunden können die Pressen während ihrer Verlagerung gleichzeitig von uns überholen und modernisieren lassen. Das sind nicht nur Zeit- und Logistikeinsparungen – auch finanzielle Argumente sprechen letztendlich dafür“, ergänzt Scholpp. „Das Kerngeschäft der PTC, die Modernisierung und Optimierung von Pressen, ist also eine ideale Ergänzung.“

Gegründet im Jahre 2000, hat sich die PTC in knapp 10 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. So ist die Mitarbeiterzahl von anfangs sechs auf 70 im Jahr 2012 angewachsen. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum von 1,0 auf 12,5 Mio. Euro. Für die Kunden hat die Zusammenführung der beiden Unternehmen viele Vorteile: gebündeltes Know-how und technisches Instrumentarium sowie einen Ansprechpartner, der in Sachen Verlagerung und Modernisierungsarbeiten von Pressen alle Gewerke und Leistungen plant, koordiniert und die Details abstimmt.

Die Schlüsselfiguren für den Projekterfolg sind die Menschen

„Es gibt für alles eine Lösung.“ Diese Aussage, die Martin Scholpp als Grundlage für den Erfolg seines Unternehmens definiert, klingt nicht nur einfach und logisch. Für die Teams des Unternehmens, die weltweit nicht nur mit der Demontage und Remontage von Industrieanlagen zu tun haben, ist die Umsetzung dieser Worte existenziell. Da geht es natürlich in erster Linie um die sachgerechte Industriemontage.

„Manchmal aber kommt ein Lkw nicht oder es ist kein Strom auf der Baustelle“, erzählt Scholpp. Dann gehen die Leute vor Ort eben in den Mietpark und leihen einen Generator. „Meine Leute lassen sich nicht entmutigen. Sie arbeiten sehr eigenverantwortlich und meistern neben fachlichen und organisatorischen Aufgabenstellungen auch die Sprachbarrieren vor Ort“, betont er nicht ohne Stolz.

Doch bei aller Flexibilität, die das Alltagsgeschäft erfordert: Ein Vorlaufplan ist auch aus Kostengründen wichtig. Etwa ein halbes Jahr ist aus Sicht der Systemdienstleister in Abhängigkeit von der Komplexität des Projektes ein realistischer Planungszeitraum.

Und die Detailplanung? Man arbeite im Unternehmen mit den gängigen PC-Tools, sagt der Unternehmenschef. Und natürlich gibt es Pflichtenhefte und Terminpläne. Auch für die Logistik werden alle Komponenten, die verlagert werden sollen, sehr genau gekennzeichnet: Mechanik, Elektrik, Pneumatik und anderes.

Software ist noch lange kein erfolgreicher Projektmanager

Außerdem ist das Treffen aller notwendigen Sicherheitsvorkehrungen genauso selbstverständlich wie das exakte Einhalten der Zeitfenster oder die fachgerechte Materialentsorgung mit Nachweis. „Letztendlich“ – so Scholpp – „ist eine Software noch lange kein erfolgreicher Projektmanager. Unsere Montageleiter und Projektleiter betreuen die Projekte über den gesamten Zeitraum. Sie kennen also auch die Details und Schwierigkeiten, die über eine Software nicht erfasst werden, und können entsprechend schnell oder auch entsprechend sensibel darauf reagieren.“

Und genau mit dieser Herangehensweise ist es dem Unternehmen nicht nur gelungen, im Bereich Pressenverlagerung inklusive -modernisierung ein Marktführer zu werden. Auch die Aufträge aus dem Bereich Rein- und Reinsträume nehmen zu – und erst kürzlich war die Montage zweier Entlader und des Beladers für das Vattenfall-Kraftwerk in Hamburg-Moorburg zu meistern.

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