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Pressenverlagerung

Wenn Giganten ihren Standort wechseln

| Autor/ Redakteur: Annedore Munde / Dietmar Kuhn

Eine Produktionsstätte mit reibungslos funktionierender Fabriktechnik – fast scheint es, als wäre dies selbstverständlich. Wer jedoch einmal hinter die Kulissen geschaut hat, wenn es um De- oder Remontagen riesiger Maschinen für die Umformtechnik geht, kann die Komplexität der erforderlichen Planung erkennen.

Vor Ort nehmen die Monteure die Gegebenheiten millimetergenau unter die Lupe.
Vor Ort nehmen die Monteure die Gegebenheiten millimetergenau unter die Lupe.
( Bild: Scholpp )

Schlüsselfertige Systempakete nennen es die Umsetzer. Was sich dahinter verbirgt, ist die Montage von Neumaschinen, die Verlagerung von Gebrauchtmaschinen oder auch der Rückbau von Maschinen und Produktionsanlagen. Seit 56 Jahren ist die Scholpp AG aus Stuttgart auf diesem Gebiet unterwegs. Mit derzeit über 1000 Mitarbeiter an 16 deutschen und vier internationalen Standorten.

20.000 Montage- und Kraneinsätze und rund 1.000.000 Monteursstunden pro Jahr

Jährlich nahezu 20.000 Montage- und Kraneinsätze und rund 1.000.000 Monteursstunden pro Jahr verdeutlichen die Dimension. Doch bevor beispielsweise für eine Neumontage Hand angelegt werden kann, muss die Abladestelle und die Einbringstrecke für die Technik begutachtet werden. Es müssen alle notwendigen Informationen organisiert und koordiniert werden. Geschulte Montageteams zum Abladen, für den Quertransport und das Positionieren sind unabdingbar, genauso wie das erforderliche Equipment: Stapler, Hubgerüste, Autokrane sowie alle Werkzeuge, Hilfsmittel, Fahrwerke, Hubgeräte oder Transportmittel.

Bei der Verlagerung von Gebrauchtmaschinen müssen die Komponenten gereinigt und verpackt und in einer Packliste aufgeführt werden. Außerdem muss die komplette Logistik direkt zum neuen Kunden, zum Hersteller, zur Überholung oder in ein Zwischenlager organisiert werden. Und letztendlich führt Scholpp auch Betriebs- beziehungsweise Produktionsverlagerungen durch, realisiert das Retrofitting oder den Rückbau von Maschinen und Produktionsanlagen.

Pressenverlagerung erfordert komplexe Leistungs- und Organisationsfähigkeit

Irgendwie klingt das alles nach einem Umzug, den man ja persönlich auch irgendwie kennt und organisiert. Martin Scholpp, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Scholpp AG, kann nur bedingt zustimmen. „Einen falsch verladenen Umzugskarton trägt man einfach weg, aber mit dem Kopfstück einer Presse ist das nicht so einfach“, sagt er.

Und Scholpp weiß durchaus, was das bedeutet. „Es gibt kaum eine Presse in Sindelfingen, die wir nicht auf- oder abgebaut haben“, sagt er. Und so kam es auch nicht von ungefähr, dass Scholpp von Daimler den Auftrag für die Verlagerung einer kompletten Pressenlinie von Sindelfingen nach Kecskemét erhielt. Hier sollte das erste Auslandspresswerk von Mercedes-Benz Cars entstehen.

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