Strategie Wie Bereichsleiter erfolgreich Strategieentwicklung betreiben
Studien belegen: Ob und wie gut Strategien umgesetzt werden, hängt maßgeblich vom mittleren Management ab. Das Beispiel der Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH aus Mannheim zeigt, wie Bereichs- und Abteilungsleiter zu wesentlichen Erfolgstreibern werden.
Anbieter zum Thema
Die Geschäftsführer Dr. Lutz Lindemann und Dr. Ralph Rheinboldt können mit Recht stolz auf ihre Führungskräfte sein. Denn das, was in ihrem Unternehmensteil, der Fuchs Europe Schmierstoffe, mittlerweile seit sechs Jahren passiert, ist ungewöhnlich, wenn nicht gar einmalig in Deutschland: Statt allein auf klassische Personalentwicklung und die üblichen Trainings zu setzen, ließ die Tochtergesellschaft des weltweit größten unabhängigen Schmierstoffanbieters Fuchs Petrolub AG bereits 2004 ihre Bereichs- und Abteilungsleiter ein mehrtägiges Strategietraining absolvieren – und das wirkt sich bis heute äußerst positiv aus.
Alle Führungskräfte für die vorgegebenen Ziele gewinnen
Visionen, Ziele und Strategien, die von oben vorgegeben werden, sind oft zu abstrakt für die tägliche Arbeit in den Bereichen und Abteilungen, wie Fuchs-Personalchef Christian Klein erklärt. Daher überzeugte ihn von Anfang an das Konzept der Beratergruppe Palatina GmbH, Strategieentwicklung aus dem mittleren Management zu betreiben. Der besondere Charme dieses Vorgehens liegt darin, dass es so bestmöglich gelingt, alle Führungskräfte für die von der Geschäftsleitung vorgegebenen Ziele zu gewinnen, weil die Bereichsstrategien für den Einzelnen greifbarer und klarer sind, sagt Dr. Franz Metz, Geschäftsführer der Rülzheimer Beratergruppe.
In der zwölftägigen Qualifizierungsreihe vermittelten die Trainer den 14 Managern aus dem mittleren Segment zunächst, was es bedeutet, eine Funktional-Strategie für den eigenen Verantwortungsbereich zu entwickeln, die die Ziele des Gesamtunternehmens unterstützt. Dann, wie die dazu notwendigen Veränderungsvorhaben erarbeitet, konkretisiert und in Form eines Businessplans dokumentiert werden.
Auf diese Weise gelang es Metz, das Selbst- und Rollenverständnis der beteiligten Führungskräfte hinsichtlich ihrer strategischen Aufgaben weiterzuentwickeln, wie Klein berichtet. Er lobt, abgesehen von dem sehr pragmatischen Ansatz, dass die Trainer die Strategie-Qualifizierung konsequent in das Fuchs-Führungsmodell einbetteten und die Geschäftsführer aktiv beteiligten.
Bereichsstrategien wurden nicht isoliert betrachtet
Somit wurde von Beginn an berücksichtigt, dass die Bereichs- und Abteilungsstrategien sowie die Summe aller Strategie-Maßnahmen mit dem oberen Management abgestimmt waren, von dem gesamten mittleren Management mitgetragen wurden und später in den Zielvereinbarungsprozess mit den Mitarbeitern einfließen konnten. Die Strategiequalifizierung wirkte sich dadurch unmittelbar auf den Erfolg des operativen Geschäfts und auf die Leistung der von den Teilnehmern verantworteten Bereiche aus.
(ID:268995)