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In manchen Fällen – für gewöhnlich, wenn eine Anwendung mehrere Millionen Teile erfordert und die Größe und/oder Komplexität der Details weniger wichtig sind – sind traditionelle Verfahren kostengünstig. Wenn Erstausrüster aber nur ein paar Millionen Teile benötigen und Präzision entscheidend ist, dann stellt das Fotoätzen mit seinen niedrigeren Werkzeugkosten oftmals die kosteneffizientere und präzisere Bearbeitungsmethode dar. Bei der Auswahl des Verfahrens muss überdies die Dicke des zu bearbeitenden Materials beachtet werden. Traditionelle Verfahren sind für die Bearbeitung dünner Materialien weniger gut geeignet. Stanzen und Pressen sind in vielen Fällen untauglich, und Laser- und Wasserschneiden führen zu unverhältnismäßiger Hitzeentwicklung und Materialausriss. Das Fotoätzen kann bei unterschiedlichen Metalldicken eingesetzt werden. Eine Schlüsseleigenschaft ist aber, dass es auch für ultradünne Bleche und sogar nur 10 µm starke Folien geeignet ist.
Von Mikrofiltern über Beschichtungen ...
All diese Faktoren sprechen für das fotochemische Ätzen in der Massenproduktion komplexer und detailreicher Metallteile und -komponenten. An Fallbeispielen für Medizinprodukte wird der Unterschied zwischen traditionellen Metallbearbeitungsverfahren und Ätztechnik noch einmal deutlich. Bei Metalldrahtgeweben für Mikrofilter müssen Öffnungen unterschiedlicher Form in eine einzige Struktur eingearbeitet werden. Das von dem Ätztechnikspezialisten Precision Micro eingesetzte Fotoätzverfahren realisiert dies bei Metalldrahtgeweben mit einer Größe von beispielsweise 1500 mal 600 mm. Die durch Fotoätzen hergestellten Metalldrahtstrukturen sind einheitlich dick, die Öffnungsformen und -größen sind scharf definiert, da sie aus einem einzigen Metallstück hergestellt werden.
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