Gegendarstellung! So rechtfertigt der Audi-Chef Döllner die Sache mit Donald Trump

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Audi-Chef Gernot Döllner steht hinter seinem Auftritt mit US-Präsident Donald Trump, der ihm von einigen Kreisen massive Kritik und sogar die Forderung nach seinem Rücktritt eingebrockt hat ...

Szenen wie diese lassen bei Linken, Grünen und im VW-Konzern die Wut hochkochen. Denn der Audi-Chef Gernot Döllner (links) sprach öffentlich neben dem US-Präsidenten Donald Trump. Es geht um ein geplantes Audi-Werk in den USA. Döllner habe sich für den Wahlkampf instrumentalisieren lassen ...(Bild:  Reuters / E. Su)
Szenen wie diese lassen bei Linken, Grünen und im VW-Konzern die Wut hochkochen. Denn der Audi-Chef Gernot Döllner (links) sprach öffentlich neben dem US-Präsidenten Donald Trump. Es geht um ein geplantes Audi-Werk in den USA. Döllner habe sich für den Wahlkampf instrumentalisieren lassen ...
(Bild: Reuters / E. Su)

Gernot Döllner hat nach eigenen Angaben strikt im Interesse des mit der schlechten Konjunktur kämpfenden Autoherstellers Audi gehandelt. Das betonte er in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter, das der dpa vorliegt. Eine Stellungnahme auf der Audi-Website geht in eine ähnliche Richtung. In beiden Darstellungen räumt Döllner aber auch ein, dass der Auftritt unweigerlich Fragen und auch Unverständnis auslösen musste. Der Audi-Produktionsvorstand Gerd Walker und er seien aber in Georgia gewesen, um die Gespräche und Verhandlungen über das geplante Werk voranzubringen. „Im Rahmen unserer Gespräche wurden wir gebeten, unsere Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich vorzustellen“, erklärt Döllner. Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, haben man ausschließlich im Interesse des Unternehmens getroffen. Und weil die Gespräche vertraulich waren, habe man zudem nicht vorab darüber informieren können. Was danach kam, nehme man als Signal aber ernst. Man stehe zu den Werte des Unternehmen, trage aber ebenso Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft von ganz Audi. Zumal auf die Ära der Trump-Politik auch wieder eine andere folgen wird.

Viele Gründe sprechen für ein Audi-Werk in den USA

Döllner verteidigte auch die Entscheidung für den Bau eines Werks: „Eine lokale Produktion in den USA ist für Audi von großer strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung!“ Die USA seien außerdem der zweitgrößte Premium-Markt der Welt. Und das Geschäft von Audi ist heute dort nicht profitabel. Viele Konkurrenten hatten bereits seit Jahren eine lokale Produktion (Das beweist nicht zuletzt das Thema BMW, wo so die Zölle umgangen werden können). Eine eigene Fertigung ermögliche es Audi in den USA also wettbewerbsfähiger zu werden, Handels- und Währungsrisiken zu reduzieren und das Wachstumspotenzial besser zu nutzen. „Ein stärkeres US-Geschäft ist aus diesen Gründen keine Entscheidung gegen Deutschland, sondern ein wichtiger Beitrag zur globalen Wettbewerbsfähigkeit von Audi und zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolges“, stellt der Chef des Ingolstädter Autobauers klar.

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