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Nach wie vor ist bei unlegiertem Stahl ein Schutzgasgemisch aus Argon und 18 % CO2 üblich. Die Höhe des CO2-Anteils hängt jedoch stark von der Anwendung ab. Welche Blechdicke liegt vor, wie ist die Oberflächenbeschaffenheit, sind die Bleche stark verzundert? Ein höherer Aktivgas-Anteil führt aber auch, wie bereits erwähnt, zu einem stärkeren Spritzerauswurf. Wegen der hohen Nacharbeitungskosten haben zahlreiche Anwender bei unlegiertem Stahl den Aktivgas-Anteil von 18 % CO2 bereits reduziert. Gängig sind derzeit Gemische mit 8 % CO2 oder Dreikomponentengase mit 5 % CO2 und 6 % O2. Und je nach Anwendung kann der Aktivgas-Anteil noch weiter gesenkt werden.
Neuentwicklung kombiniert Vorteile
Die Westfalen Gruppe hat speziell für unlegierte Stähle ein bedarfsgerechtes Schutzgasgemisch entwickelt und sich dabei die unterschiedlichen chemischen Eigenschaften der Einzelkomponenten mit einem ausgewogenen Mischungsverhältnis zunutze gemacht. Sagox 7S, ein Gemisch mit sieben % CO2 und 1,5 % O2, eignet sich hervorragend, um im modernen Stahlbau hohe Abschmelzleistung mit ausgezeichneter Qualität zu kombinieren: O2 sorgt für gutes Fließverhalten, CO2 für hochwertigen Einbrand und Porensicherheit. In Summe ist der aktive Anteil so gering, dass nur wenig Spritzer entstehen, aber ein sicherer Einbrand gewährleistet ist. Durch den niedrigen Aktivgas-Anteil sinkt der Spannungsbedarf, sodass bei gleicher Spannung der Drahtvorschub erhöht werden kann. Der Anwender erreicht so früher den Sprühlichtbogen und vermeidet den spritzerbehafteten Mischlichtbogen. Sagox 7S bietet also die Möglichkeit, über einen einfachen Schutzgaswechsel die Blechbearbeitung effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten.
Dank des guten Verhältnisses von Anwendern und Gaseversorgern findet das neue Schutzgasgemisch bereits häufig Verwendung – beispielsweise bei Stahlkonstruktionen im Bergbau. Darüber hinaus ist Sagox 7S bei einer Vielzahl von Kombinationen aus Werkstoff und Verfahren einsetzbar. Das neue Gemisch stellt unter Beweis, wie der simple Hilfsstoff Schutzgas den gesamten Schweißprozess verbessern kann. Eine eingehende Beratung bei einem professionellen Gaseversorgungsunternehmen über den Einsatz eines passgenauen Schweißschutzgases kann also wahre Wunder bewirken.
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