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Westfalen Gas

Auf das Verhältnis kommt es an: Schutzgas macht Blechbearbeitung effizienter

| Autor/ Redakteur: Ulf Jenter / Frauke Finus

Gerade im Automobilbau geht der Trend seit einigen Jahren hin zu hochfesten Stählen. In der Bearbeitung dieser Werkstoffe und aufgrund von neuen Beschichtungsverfahren werden höhere Anforderungen an die Wärmeführung beim Schweißen und die Nahtqualität gestellt. Die Westfalen Gruppe hat darauf mit der Entwicklung eines neuen Schutzgases reagiert.

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Der Einsatz von Sagox 7S sorgt für weniger Spritzer – das erleichtert dem Schweißer die Arbeit.
Der Einsatz von Sagox 7S sorgt für weniger Spritzer – das erleichtert dem Schweißer die Arbeit.
(Bild: Heintzmann Gruppe)

In der Blechfertigung sind in den vergangenen Jahren die Anforderungen an die Schweißnähte deutlich gestiegen. Der Hintergrund: Bei unlegierten Stählen werden zunehmend höherfeste Stähle eingesetzt. Der Einsatz dieser Werkstoffe erlaubt deutlich geringere Materialdicken, stellt aber auch mehr Anforderungen an die Wärmeführung beim Schweißen. Darüber hinaus bieten die Bleche in der Regel eine bessere Oberflächenbeschaffenheit. Durch neue Beschichtungsverfahren, zum Beispiel mit Wasserlacken, werden aber gleichzeitig weniger Spritzer und Schlackerückstände auf der Naht toleriert, um Nacharbeitungskosten zu vermeiden. Mit dem neuen Schutzgas Sagox 7S trägt die Westfalen Gruppe den veränderten Bedürfnissen der Anwender Rechnung.

Schutzgase: Mehr als ein Hilfsstoff

Die Schutzgasschweißverfahren zählen in der Blechbearbeitung nach wie vor zu den wichtigsten Fügetechnologien. Allen voran das MSG-Schweißen – aufgrund seiner Flexibilität und der relativ hohen Abschmelzleistung. Der Schweißprozess ist immer ein Zusammenspiel von Stromquelle, Werkstoff und Schutzgas. Das Schutzgas besitzt hier einen erheblichen Einfluss – der weithin verwendete Begriff Hilfsstoff wird seiner Bedeutung also nicht ganz gerecht.

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Neben der simplen Aufgabe, die Umgebungsluft von der Schmelze fernzuhalten, beeinflussen die Gase auch die Vorgänge im Lichtbogen. Dazu zählen unter anderem die Viskosität und damit das Fließverhalten der Schmelze, die Wärmeübertragung der Lichtbogenenergie und auch die Stabilität des Lichtbogens. Für den Einfluss sind die physikalischen Eigenschaften der Gase verantwortlich: die Ionisierungsenergie, die Wärmeleitfähigkeit und das chemische Verhalten. Die Ionisierungsenergie ist die Energiemenge, die nötig ist, um ein Elektron von einem Atom zu lösen und damit den Lichtbogen elektrisch leitfähig zu machen. Ist die Ionisierungsenergie niedrig, dann zündet der Lichtbogen leicht und brennt stabil.

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