Up-and-down-Schwenkbiegen

Biegen 5 mm starker Edelstahlbleche als Aha-Erlebnis

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Neben der Robustheit ist der zweite Grund für das große Gewicht der segmentierten Werkzeuge die Höhe der Werkzeuge von bis zu 320 mm. In Verbindung mit einem Oberwangenhub von 850 mm bei der MAK und 650 mm bei der SPB bieten die Schwenkbiegemaschinen so die beim Anlagenbau geforderte große Flexibilität bei der Fertigung sperriger Bauteile.

Spielfreie Planetengetriebe zur Kraftübertragung und innen liegende Antriebsspindeln sorgen bei den Maschinen der Evolution-Serie für minimalen Verschleiß und Wartungsaufwand. Die Schröder SPB Evolution und die MAK 4 Evolution erreichen eine Positioniergenauigkeit über alle Achsen von 0,01 mm beziehungsweise 0,01°. Die Fähigkeit der Schwenkbiegemaschinen, dicke Bleche schnell und exakt zu biegen, ist aber nicht nur einer Frage der Hardware.

Erst die Steuerungssoftware reizt das Potenzial der Maschinen aus

Erst die Steuerungssoftware erlaubt es, das Potenzial der Maschinen auszureizen. Die POS-3000-3D-Grafiksteuerung dient der Programmierung der Maschine am Touchdisplay, simuliert Biegeprogramme vorab, um Fehler zu verhindern, steuert die automatischen Rüstwechsel und nimmt automatisch materialabhängige Änderungen vor, um den Rückfederungskoeffizienten zu berücksichtigen. Das Biegeprogramm vollzieht auf Grundlage der hinterlegten Materialeigenschaften automatisch Biegewinkelanpassungen, sodass man vom ersten Blech an genau die Winkel bekommt, die das Werkstück haben soll.

Hans Schröder Maschinenbau hat eine eigene Softwareentwicklung und Rippert Anlagentechnik konnte von dieser Tatsache profitieren. „Der Softwareservice ist sehr gut. Sonderwünsche sind immer schnell erfüllt worden und wir hatten dadurch einige Produktivitätssprünge, auch noch nach der Inbetriebnahme“, erklärt Uwe Berndsen. So wurden etwa die Fertigungsprogramme aus dem Gesenkbiegen übernommen und angepasst. Für einen noch effizienteren Workflow ist mittelfristig geplant, Aufträge und die zugehörigen Biegeprogramme direkt und papierlos aus der Konstruktion auf die Maschinen zu laden – die POS 3000 3D.

Monatlich werden 300 t Stahlbleche verrarbeitet

Rippert Anlagentechnik verarbeitet heute monatlich rund 300 t Stahlbleche. Der Bereich Zuschnitte arbeitet vollautomatisiert teilweise rund um die Uhr, die Biegeaufgaben dagegen sind mit den Schröder-Schwenkbiegemaschinen im Einschichtbetrieb zu schaffen. „Drei bis vier Millimeter starke Edelstahlbleche auf drei bis vier Meter Breite in der Up-and-downtechnik schnell und effizient abkanten, da sind die Schröder-Maschinen unschlagbar“, sagt Berndsen.

Er hat ab und zu Besuch von Interessenten der Hans Schröder Maschinenbau GmbH. „Viele Unternehmen kennen die Möglichkeiten dieser Technik überhaupt nicht, es gibt ja auch nicht viele Hersteller, die das können. Wer die Schwenkbiegemaschinen in Aktion sieht, ist schon bei der automatischen Bombierung völlig überrascht, von den Blechstärken ganz zu schweigen.“

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