CAD/CAM

Blechkonstruktion setzt auf Softwareunterstützung

| Autor: Stefanie Michel

Leistungsstarkes Verschachteln optimiert die Anordnung der Bauteile auf den Blechen und sorgt für effizienten Materialeinsatz.
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Leistungsstarkes Verschachteln optimiert die Anordnung der Bauteile auf den Blechen und sorgt für effizienten Materialeinsatz. (Bild: Lantek)

Eine optimierte Produktion von Blechteilen basiert auf entsprechener Software, die den kompletten Prozess von der Konstruktion über die NC-Programmierung bis hin zu Fertigung unterstützt. Nur dann lässt sich Material effizient ausnutzen, die Kosten einfach kalkulieren und die Maschinen optimal auslasten.

Um Blechbauteile zu konstruieren und für die Endfertigung vorzubereiten, ist der Einsatz von entsprechender Software unverzichtbar – spezielle CAD-Software sowie Verschachtelungssoftware. Mit einer Standard-CAD-Software lassen sich Blechbauteile als 3D-Modelle erstellen, doch erst zusätzliche Tools für die Blechabwicklung, Kalkulationssoftware sowie Schnittstellen zu den Fertigungsmaschinen unterschiedlicher Hersteller können Blechverarbeiter schnell auf Kundenwünsche reagieren und komplexe Produkte rasch umsetzen. Dafür stehen verschiedene Programme und Programmpakete zur Verfügung. Ein (nicht vollständiger) Überblick soll eine Orientierung geben.

Kommt bereits eine CAD-Software wie Solidworks oder Autodesk Inventor im Unternehmen zum Einsatz, dann bieten sich integrierte Tools wie die SPI Sheetmetal Solutions an, die sich aus der CAD-Software heraus bedienen lassen. Sie sind voll integriert und unterliegen strengen Richtlinien und Kontrollen. Da SPI zertifizierter Entwicklungspartner ist, wird definiert, dass vorhandene PDM- und ERP-Systeme unterstützt werden und sich SPI in den Workflow dieser Systeme integriert. Auch bei der Modellierung nutzt SPI den Ansatz des Basissystems.

Abwicklung auf Maschinenbasis über den Fertigungsradius berechnen

Nach eigenen Angaben setzt SPI Sheetmetal Solutions dort an, wo andere Lösungen an ihre Grenzen kommen und erweitert deren Blechfunktionalität vor allem in Hinblick auf die komplette Prozesskette und die digitale Übergabe an das NC-Programmiersystem. SPI berechnet die Abwicklung auf Maschinenbasis über den resultierenden Fertigungsradius und nicht über den konstruktiv eingebrachten Biegeradius. Alternativ kann der Verkürzungswert wahlweise auf Basis von Formeln, K-Faktor oder mit tabellarisch hinterlegten Erfahrungswerten kalkuliert werden. Die Eck- und Biegezonenfreistellung sowie die abgewickelte Länge werden analysiert und in der erstellten Abwicklung berücksichtigt. Freiform-, Kegel- und Zylinderflächen mit großen Radien können mit einer Folge von fertigungsgerechten Biegelinien zum sukzessiven Kanten versehen oder zum Walzen vorbereitet werden.

Auch importierte, nicht im System konstruierte Teile werden fertigungsgerecht abgewickelt. Das funktioniert ebenso mit scharfkantigen Volumenkörpern ohne Blechfunktionalität. Dabei werden alle in der Datenbank hinterlegten Technologieinformationen wie Material, Blechstärke und Biege-, Stanz- und Umformwerkzeug berücksichtigt. SPI berechnet stets die fertigungsgerechte Abwicklung, die sich aus der verwendeten Biegewerkzeugkombination und der zugewiesenen Fertigungstechnik ergibt.

Software rückt immer näher an den Fertigungsprozess

Neben all den Funktionen im Bereich Konstruktion SPI rückt immer näher an den Fertigungsprozess. So lassen sich auch importierten Modellen Materialdaten zuweisen oder deren Ungenauigkeiten kompensieren. Die berechnete Abwicklung kann schließlich direkt zum Stanzen, Lasern und Biegen an nachgelagerte NC-Programme übergeben werden – beispielsweise im GEO-Format für die Trumpf-Software.

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