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Schließlich unterstützt die Steuerung auch die Methode des Anbohrens mit einer separaten Bohrspindel, die auch von der CNC zentral bedient wird und meist über einen Werkzeugwechsler an das Portal angebaut ist. Beim Anfahren einer Ecke wird üblicherweise an diskreten Arbeitspunkten die Bahngeschwindigkeit sukzessive reduziert, bis im Eckpunkt die Bahngeschwindigkeit kurz null ist, bevor der Schneidprozess in eine andere Richtung fortgesetzt wird. Die spezielle CNC unterstützt darüber hinaus eine Methode zur automatischen Verlangsamung des Schneidens in Ecken, die dafür sorgt, dass die Geschwindigkeit anhand einer definierbaren Bremsrampe kontinuierlich reduziert wird. So können Qualitätsverluste an den Schnittkanten der Konturecken, wie sie beim schrittweisen Abbremsen oft auftreten, wirksam vermieden werden. Schließlich ist auch das Verschleifen von Satzübergängen möglich. Dazu wird die Geschwindigkeit nicht auf null reduziert, sondern beschreibt eine Kurve mit minimalem Radius. Der Geometrieprozessor der CNC berechnet solche verrundeten Ecken beziehungsweise Bahnverläufe automatisch.
Qualitätsentscheidend für eine Eckkontur ist auch die tatsächliche Schneidgeschwindigkeit in der Ecke, die genau den richtigen Wert haben muss. Kennt man die Schneidgeschwindigkeit, beherrscht man den Schneidprozess. Darum lässt sich bei der CNC auch vorgeben, dass die Geschwindigkeit entlang der Bremsrampe auf einen prozentualen Wert der normalen Schneidgeschwindigkeit reduziert werden soll, etwa auf 10 %. So lässt sich die Bremsrampe wesentlich präziser abfahren. Auch für das technisch weniger kritische Ausfahren aus der Ecke können in Technologietabellen die Parameter für die entsprechende Beschleunigungsrampe definiert werden. In der Regel ist die Beschleunigungsrampe kürzer als die Bremsrampe.
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