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Messerückblick

Das waren die Höhepunkte der Euroblech 2016

| Autor: Stéphane Itasse

Diese Gelegenheit ließen sich die Anbieter der Blechbranche nicht entgehen: Die jüngste Ausgabe der Messe Euroblech bot wieder die Gelegenheit schlechthin, neue Produkte und Systeme vorzustellen. Die wichtigsten Neuheiten haben wir für Sie zusammengestellt.

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Das synchrone Zusammenwirken der einzelnen Abläufe funktioniert dank einer weitgehend vollautomatisierten Programmierung auf Knopfdruck.
Das synchrone Zusammenwirken der einzelnen Abläufe funktioniert dank einer weitgehend vollautomatisierten Programmierung auf Knopfdruck.
(Bild: Trumpf)

Zum Beispiel hat beim Laserschneiden Trumpf den Prozess völlig neu durchdacht und als Ergebnis die Tru-Laser-Center 7030 präsentiert. Für die Maschine wollten die Ditzinger alle Prozesshürden beim Laserschneiden eliminieren; heraus kam der erste Vollautomat für das Verfahren.

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Er bietet effiziente, automatisierte und synchrone Prozesse von der Programmierung bis hin zu sortierten und gestapelten Werkstücken. Vorbei sind unter anderem Stillstände wegen Kollisionen mit kippenden Teilen, Nacharbeiten aufgrund von Microjoints, Spritzer an der Teileunterseite und hoher Programmieraufwand. Klar, dass Trumpf für diesen technischen Meilenstein den Award von MM und Blechnet zur Euroblech in der Kategorie Trenntechnik gewann.

Neuartige Lasermaschine mit Bürstentischen statt Auflageleisten

Die Tru-Laser-Center 7030 bewegt gleichzeitig Blech und Schneidkopf und ersetzt Auflageleisten durch Bürstentische. Sie kann nach Unternehmensangaben Kleinteile sicher ausschleusen und in Behälter sortieren, entsorgt Reste und Schlacke, entnimmt, sortiert und stapelt größere Teile hauptzeitparallel. Zudem belädt sie sich auf minimaler Fläche selbst mit Rohblechen, stapelt Restgitter und wird weitgehend automatisch programmiert, heißt es weiter. Zum schlüssigen Gesamtkonzept tragen zahlreiche neue, innovative und patentierte Details bei.

Beim Umformen ragte LVD mit seinem neuartigen Synchro-Form-System heraus, welches das Biegen großer Profile erheblich vereinfacht. Es löst das Problem akkumulierter Fehler und Versuchsbiegungen beim Formen großer Profile. Im Ergebnis ermöglicht es ein präzises, effizientes Biegen, beseitigt manuelle Arbeitsschritte und steigert den Durchsatz. Das Biegesystem nutzt einen Laserscanner und Synchromodule (Magnete an X-, R- und A-Achsen), um jede Biegung zu beeinflussen, das Werkstück zu positionieren sowie seine Lage nach jedem Biegeschritt zu messen. Die Daten werden an die Steuerung übermittelt, die wiederum Korrekturen an Werkstück und Position des Biegewerkzeuges vornimmt. Abweichungen werden nicht akkumuliert, sondern durch jeden Biegeschritt kompensiert. Bis zu 36 Biegeschritte sind damit präzise möglich.

Späne statt Schleifstaub bei der Nahtbearbeitung

In der Oberflächentechnik wartete der Hersteller August Rüggeberg mit einer interessanten Neuheit auf: Die Frässcheibe High Speed Disc Alumaster ist für die Winkelschleifer-Bearbeitung von Stumpf- und Kehlnähten, zur Kantenbearbeitung und zum Anfasen sowie zur Veränderung von Geometrien an Aluminiumwerkstücken konzipiert. Die Abtragsleistungen sind im Vergleich zu Schrupp- oder Fächerschleifscheiben wesentlich besser. Dabei entstehen keine gesundheitsgefährdenden und explosiven Stäube, sondern Späne, die einfach recycelt werden können.

Bemerkenswert war auch die Profi-Rounder-Entgratmaschine der Karl Heesemann Maschinenfabrik. Sie erlaubt die Atex-konforme Trockenbearbeitung aller Metalle und wurde laut Hersteller für die trockene Mixbearbeitung von Stahl, Edelstahl, Aluminium, Titan und Kupfer konzipiert. Um die Maschine flexibel zu machen, hat Heesemann sie vollständig modular aufgebaut. Die Anlage bietet vier verschiedene Aggregate zur Bearbeitung der Werkstücke: Kontaktwalzenaggregate, Tellerbürstenaggregate, Fladder 300/Gyro des dänischen Herstellers Fladder und Bürstenwalzen. Alle Aggregate können frei auf der Grundmaschine oder auf Erweiterungsmodulen platziert werden. Außerdem können Freiplätze für spätere Erweiterungen in den Modulen vorgesehen werden. Ebenso ist die Reihenfolge der Module anpassbar. „Wenn ein Modul nicht mehr benötigt wird, nehmen wir es auch in Zahlung“, erläuterte zudem Norbert Ledwig, Vertriebsleiter Metallschleifmaschinen, im Gespräch mit MM MaschinenMarkt.

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