Globaler Wettbewerb Deutschlands Auto-Trio Nummer eins lässt weiter Federn

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die drei deutschen Autobauer VW, Mercedes-Benz und BMW verlieren im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weiter an Boden, so die dpa ...

Die Lage in der deutschen Automobilfertigung ist auch mit Blick auf die globale Konkurrenz nicht berauschend. Lesen Sie hier, was eine aktuelle Analyse der Situation offenbart ...(Bild:  KI-generiert)
Die Lage in der deutschen Automobilfertigung ist auch mit Blick auf die globale Konkurrenz nicht berauschend. Lesen Sie hier, was eine aktuelle Analyse der Situation offenbart ...
(Bild: KI-generiert)

In der ersten Jahreshälfte sanken die Umsätze von Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW auf rund 284 Milliarden Euro. Das sind 2,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Zum Vergleichend dazu, steigerten die 19 insgesamt untersuchten Automobilkonzerne ihre Erlöse um 3,6 Prozent (auf knapp 1.048 Milliarden Euro). Für die deutschen Hersteller handelt es sich den Angaben nach um das dritte Umsatzminus in einem ersten Halbjahr in Folge. Noch deutlicher werde der Rückstand im Konzern-Ranking. Denn 15 Autobauer verzeichneten EY zufolge ein Umsatzplus – die drei deutschen Konzerne aber landen auf den Plätzen 16, 17 und 19. Den stärksten Zuwachs erzielte übrigens Tesla, gefolgt von Suzuki und Geely.

Auch beim Gewinn macht man keine gute Figur mehr

Auch beim Gewinn schwächeln die Deutschen Player, denn deren Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um 19 Prozent (auf 13,0 Milliarden Euro). Absolut lagen VW, Mercedes und BMW damit zwar weiterhin mit Abstand vor den Herstellern aus anderen Ländern, doch ist es laut Analyse derzeit der niedrigste Wert seit dem Pandemie-Jahr 2020. Ebenfalls schlechter lief es bei Herstellern aus China (minus 21,9 Prozent) und Japan (minus 36,5 Prozent). Die US-Autokonzerne Ford, General Motors und Tesla legten hingegen um 32,9 Prozent zu. Der Gewinn aller betrachteten Hersteller stieg demnach um 11,4 Prozent (auf 43,7 Milliarden Euro). Der Vergleich werde aber dadurch beeinflusst, dass etliche Konzerne im Vorjahreszeitraum massive Abschreibungen auf das Geschäft mit E-Autos vorgenommen hätten. Dadurch fällt der Anstieg größer aus.

Deutschlands Autobauer in der Kostenfalle

Nach Ansicht von EY-Branchenexperten steckt Deutschlands Autoindustrie in einer Profitabilitätskrise. Die deutschen Hersteller verlören nämlich nicht nur Marktanteile, sondern vor allem auch an Ertragskraft. Und während internationale Wettbewerber ihre Margen stabilisierten, gerieten VW, Mercedes-Benz und BMW bei Gewinn und Rendite zunehmend ins Hintertreffen. Die deutschen Konzerne leiden massiv unter strukturellen Kostennachteilen, heißt es zu den Gründen. Der hohe Produktionsanteil in Deutschland sei lange ein Wettbewerbsvorteil und Symbol für Qualität und Stärke gewesen. Angesichts einer viel zu geringen Lohnkostenproduktivität, hoher Energiepreise und hoher Kosten für Regeln und Bürokratie werde er aber zunehmend zur Belastung. Notwendige Veränderungen könnten bei uns nicht konsequent umgesetzt werden. Deshalb werde es schwer, beim Thema Profitabilität den Anschluss an die Weltspitze wiederherzustellen. Hinzu kommen die US-Zölle und das maue China-Geschäft.

(ID:50958774)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung