Verbesserte Datenlage

Materialdatenzwilling optimiert Lieferkette im Automobilsektor

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Künftige Autoteile werden sofort auf Kreislauf getrimmt

Demonstriert wurde der Ansatz an zwei Anwendungsfällen, wie man weiter erfährt. Im ersten Fall unterstützt ein datenbasiertes Assistenzsystem Recyclingunternehmen bei der Entscheidung, ob ein demontiertes Bauteil wiederverwendet, wiederaufbereitet oder recycelt werden sollte. Das Ganze basiert auf tatsächlichen Zustands- und Nutzungsdaten statt auf Schätzungen, wie das IWM anmerkt. Im zweiten Fall fließen diese „End of Life“-Erkenntnisse automatisiert in die Entwicklungsabteilungen von Verarbeitern und Herstellern zurück, sodass künftige Systeme von Beginn an fitter für den Materialkreislauf konstruiert werden können – ein Prinzip, das die Projektpartner Feedback to Design nennen. Für die beteiligten Unternehmen sei das weit mehr als ein technischer Gewinn. Denn bei kritischen Entscheidungen entlang der Lieferkette gibt es bisher viel zu wenige belastbare Informationen über Materialien, Bauteile und Produkte. Wenn man es also schafft, diese Informationen durchgängig verfügbar zu machen, sichert man Ressourcen und schaffen auch neue Gestaltungsräume für Innovationen, heißt es.

So können auch neue EU-Anforderungen erfüllt werden

Gleichzeitig helfen die Projektergebnisse regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Denn der digitale Produktpass, der ab 2027 für viele Produktkategorien in der EU verpflichtend wird, sowie die EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie verlangen genau diese Art von durchgängiger, nachvollziehbarer Materialdatenverfügbarkeit, die das Projekt „EDCar“ erfolgreich demonstriert hat.

Förderung: Das mit rund 1,06 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt lief von Juli 2025 bis Juni 2026. Beteiligt waren außer dem IWM als Koordinator das Fraunhofer IPK, BASF als Materialhersteller, BMW, Bosch, Schaeffler Technologies als Fahrzeug- beziehungsweise Komponentenhersteller, LRP-Autorecycling Leipzig als Fahrzeugverwerter und die Softwareunternehmen Light ds und „Tec4U“-Solutions.

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