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Umformtechnik

Elektrostauchen bietet ein breites Anwendungspotenzial

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Mit speziell geformten Ambosselektroden sind weitere Formenvarianten machbar, wie etwa das Stauchen außermittiger Köpfe. Dieses Verfahren ist nicht auf bestimmte Querschnittsformen begrenzt, jedoch werden vorwiegend runde Querschnitte verarbeitet. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Frei- und Formstauchungen aus Rohren möglich.

Es lassen sich Stähle und Legierungen und Nichteisenmetalle elektrostauchen

Mit dem Elektrostauchverfahren lassen sich alle handelsüblichen Stähle und Nichteisenmetalle sowie hochwarmfeste Nickellegierungen verarbeiten. Für Kupfer und sehr hoch leitende Werkstoffe gelten besondere Bedingungen. Einige Aluminiumlegierungen erfordern jedoch zusätzliche Stauchversuche.

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Die Form einer Freistauchung sowie der Übergang zum Schaft bei Formstauchungen können durch geeignete Regelung der Einstellparameter beeinflusst werden. Die Erwärmungsgeschwindigkeit kann sich dabei reduzieren. Form- und Matrizenstauchungen sind in der Regel zum Weiterschmieden zu kalt.

Elektrostauchen erfordert geeignete Oberfläche

Zur Realisierung einer optimalen Stauch- und Erwärmungsgeschwindigkeit und damit einer fehlerfreien Volumenanhäufung ist eine elektrisch leitfähige Oberfläche erforderlich. Geeignete Oberflächenqualität lässt sich durch Ziehen, Schleifen (beispielsweise spitzenlos) und Schälen erreichen.

Gewalzte, sandgestrahlte oder gereelte Oberflächen beeinträchtigen die Standzeit der Kontaktwerkzeuge und reduzieren damit auch die Arbeitsgeschwindigkeit. Voraussetzung für eine fehlerfreie Volumenansammlung ist weiterhin eine möglichst rechtwinklige und ebene Stirnfläche.

In gewissen Fällen ist Anfasen empfehlenswert. Je nach Stabdurchmesser lassen sich geeignete Stirnflächen durch Scheren, Trennschleifen oder Sägen erreichen.

Elektrostauchen vermeidet Nachteile der Warmumformung

Unter Anwendung des Elektrostauchverfahrens können einige bekannte technologische Nachteile (Grenzen) der Warmmassiv-Umformung vermieden und die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Erwärmung und Umformung (Vorformoperation) können dabei in einer Maschine zusammengefasst werden und es ist praktisch eine unbegrenzte Umformlänge in einer Operation möglich.

Die aus dem Aufstauchen mit mechanischen Stauchmaschinen in mehreren Stufen bekannte maximale Umformlänge (etwa 3 × Stabdurchmesser) kann wesentlich überschritten werden. So sind zum Beispiel Umformlängen von 20 × Stabdurchmesser keine Seltenheit (Bild 4). Es wurden bereits Umformlängen bis zirka 40 × Stabdurchmesser realisiert. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, dass beim Frei- und Formstauchen kein Längsgrat entsteht, der im Vergleich mit Waagerecht-Schmiedemaschinen unvermeidbar ist.

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