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Umformtechnik

Elektrostauchen bietet ein breites Anwendungspotenzial

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Zusätzlich zu den allgemein üblichen Diagnosebildern für Betriebsstörungen, Anzeigen des Betriebszustandes und Datenbeeinflussung über Service-Bilder sind folgende Optionen möglich:

  • automatische Zuführ-, Entnahme- und Transporteinrichtungen,
  • Temperaturüberwachung des Stauchkopfes,
  • statistische Prozess-Steuerung (SPC) und
  • Speicherung von Betriebs- und Produktionsdaten sowie
  • Schnittstellen zur Datenübertragung an übergeordnete Rechner.

Da das Elektrostauchen speziell bei hochlegierten Werkstoffen das taktzeitbestimmende Verfahren ist, werden beispielsweise einer Spindelpresse als Fertigschmiedeaggregat für die Ventilteller mehrere Elektrostauchmaschinen zur Herstellung der Volumenansammlung vorgeschaltet.

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Diese Maschinenkombination kann im vollautomatischen Arbeitsablauf bis zu 1200 Ventile pro Stunde produzieren. Die Herstellung von Zweistoff-Ventilen ist mehrfach realisiert. Falsch in das Vorratsmagazin eingelegte Rohstäbe werden erkannt und ohne Betriebsunterbrechung in die richtige Position gewendet (Bild 6).

Der gesamte Stauchprozess lässt sich automatisieren

Zur Herstellung eines Stabilisators mit zwei fertigen Stangenenden entnimmt der Portalmanipulator einen Rohling aus dem Vorratsmagazin, transportiert ihn in die Zuführeinrichtung zur Elektrostauchmaschine und hält sich bereit, ein vorgestauchtes Werkstück in Schmiedehitze aus der Stauchachse zu entnehmen. Sofort nach Beendigung des Stauchvorgangs transportiert der Portalmanipulator das vorgestauchte Werkstück zur Mehrstufenpresse und durch die drei Operationen.

Der nun an einem Ende fertige Stab wird um 180° gedreht wieder in der Zuführ-einrichtung zur Elektrostauchmaschine abgelegt. Überlagert mit den Bewegungen des Portalmanipulators hat die Zuführeinrichtung inzwischen ein Werkstück in die Elektrostauchmaschine eingelegt und den Stauch- und Heizvorgang gestartet. Nach Beendigung des Stauchvorgangs wiederholt sich der geschilderte Durchlauf sinngemäß.

Ein an beiden Enden fertiger Stabilisator wird auf das Förderband für den Abtransport gelegt. Durch Überlagerung der Press-, Abgrat- und Lochoperation mit dem Elektrostauchen lässt sich eine Taktzeit von etwa 30 bis 40 s realisieren. Die Anlage ist ausgelegt für die Verarbeitung von Stangendurchmessern von 28 bis 70 mm und Stangenlängen von 1200 bis 2500 mm (Bild 7).

Dipl.-Ing. Franz Suttan ist Oberingenieur bei der Lasco Umformtechnik GmbH in Coburg, Dipl.-Ing. Emile Fortanier ist stellvertretender Vertriebsleiter im selben Unternehmen.

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