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Umformtechnik

Elektrostauchen bietet ein breites Anwendungspotenzial

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Dazu gibt es so gut wie keine Wärmeenergie- und Materialverschwendung. Denn es wird ausschließlich das Umformvolumen erwärmt, der unverformte Schaftteil bleibt somit kalt. Mit der genauen Volumeneinhaltung ist auch das gratlose Weiterverschmieden im geschlossenen Gesenk möglich. Ein weiterer Vorteil, der für das Elektrostauchen spricht, ist sein günstiger spezifischer Energieverbrauch, der bei zirka 0,35 bis 0,40 kWh/kg erwärmtem Material liegt.

Das erwärmte Material bleibt beim Elektrostauchen nahezu zunderfrei

Darüber hinaus gibt es keinen wesentlichen oder mindestens einen stark reduzierten Zunderanfall. Bedingt durch das gleichförmige Anwachsen des Kopfvolumens bleibt das erwärmte Material nahezu zunderfrei. Die Gesenke beim nachfolgenden Fertigschmieden erreichen somit eine hohe Lebensdauer.

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Zur vollständigen Vermeidung der Verzunderung kann halbwarm und bei hitzeempfindlichen Legierungen (beispielsweise Titan) mit an die Materialspezifikation entsprechend angepasster Temperatur gestaucht werden. Die im Freistauchverfahren hergestellten Werkstücke können ohne Zwischenerwärmung weiterverschmiedet werden.

Parameter beim Elektrostauchen unabhängig voneinander geregelt

Mit den Servoantrieben und der programmierbaren Steuerung werden die Parameter für Stauch-, Ausweichgeschwindigkeit und Heizstrom unabhängig voneinander geregelt. Stauch- und Ausweichhub sind in mehrere variable Abschnitte unterteilt. Der Stauchprozess kann deshalb optimal an die technischen Erfordernisse angepasst werden.

Auch mit einer fehlerfreien Oberfläche bieten elektrogestauchte Bauteile Vorteile, denn sie weisen unter Festigkeitsbetrachtungen einen guten Faserverlauf auf. Der Faserverlauf ist optimal der Werkstückform angepasst. Eine gute Elektrostauchung ist frei von Überlappungen und Faltenbildung. Der kalte Schaft bleibt somit unbeschädigt (Bild 5).

Formstauchen ermöglicht Herstellung eines zylindrischen Kopfes mit Walzmaterial

Ein besonderer Anwendungsfall ist beim Formstauchen möglich. In einem geschlossenen Gesenk kann auch mit Walzmaterial (zur Verbesserung der Stromübertragung sandgestrahlter Oberflächen) ein zylindrischer Kopf gestaucht werden und der Übergang vom Kopf zum Schaft eine vorbestimmte Form erhalten.

Dieses Verfahren eignet sich besonders zur Herstellung von Drehstabfedern. Es können sogar Volumenanhäufungen an beiden Stabenden gleichzeitig hergestellt werden. Auf dieses Verfahren erhielt die Lasco Umformtechnik ein Patent.

Bei Elektrostauchmaschinen mit Transformatorleistungen über 400 kVA verwendet die Lasco Umformtechnik Gleichspannung. Durch diese Maßnahme sollen Verluste durch Ausbildung eines starken Magnetfeldes, ohmsche und induktive Verluste vermieden werden.

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