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Rondenstanze beliefert jeweils eine Stufenpresse mit Ronden
Eine Rondenstanze kann jeweils eine Stufenpresse mit Ronden beliefern, in der die Endteilumformung stattfindet. Dabei können die Rondenstanzen entweder separat zur Vorratsproduktion von Ronden betrieben werden oder im Verbund mit den Stufenpressen. Sollte für bestimmte Bauteile die Anzahl der Umformstufen auf dem direkt verbundenen Umformautomaten nicht ausreichen, so können die restlichen Arbeitsgänge auch auf die zweite Stufenpresse übertragen werden. Dies erfolgt durch eine synchrone Taktung der 3D-Transfersysteme mit zwischengeschalteten Verkettungssystemen. Der Durchlauf der Ziehteile durch die Pressenanlage kann in diesem Arbeitsmodus in beide Richtungen erfolgen. Diese hohe Flexibilität im Ablauf und die jeweils sieben Werkzeugstationen der Umformautomaten ermöglichen es, ein breites Teilespektrum auf der Anlage zu fertigen.
Der eigentliche Clou mit Blick auf die Flexibilität ist jedoch ein auf den ersten Blick recht simpel erscheinender Lösungsansatz: die Rondenpufferstation. Wenn also irgendwann das Band auf dem Coil aufgebraucht ist und der Bandwechsel erforderlich wird, muss die Anlage nicht angehalten werden. Die Umformautomaten greifen auf den Bestand im Rondenmagazin zu, in dem bis zu 1000 Ronden gelagert werden können, und so kann ohne Zeitverlust weitergearbeitet werden. „Das Konzept ist neu und die Produktion für den Puffer orientiert sich genau an der für den Coilwechsel erforderlichen Zeit“, beschreibt Bernd Donath das Arbeitsprinzip.
Crash Protection System verhindert Werkzeugbruch
Ebenfalls neu ist das Crash Protection System (CPS). „Es hat die Aufgabe, die Werkzeugdaten auf der Maschinensteuerung auf mögliche Kollisionen zu überwachen und dem Einrichter entsprechende Warnungen zu geben“, erläutert Joachim Klaus, Leiter Elektrokonstruktion im Unternehmen. Kollisionsträchtige Maschinenfunktionen sind beispielsweise die Werkzeugsicherung, bei deren Ansprechen sichergestellt sein soll, dass die Maschine rechtzeitig anhält, also noch vor Eintreten eines Werkzeugbruchs, welcher unter Umständen infolge eines Zusammenfahrens des Werkzeugs während des Bremsweges der Maschine entstehen könnte.
„Im Zuge einer Warnung kann der Einrichter entscheiden, auf welche Weise der Konflikt gelöst werden soll. Im Normalfall werden die zwei Optionen: "langsamer fahren" oder "Anhaltepunkt vorverlegen" angeboten“, so Joachim Klaus weiter. Das CPS findet Anwendung in der Werkzeugsicherung, der Auswerfer- und Teilekontrolle beziehungsweise beim Transfersystem.
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