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Je nach Anforderung kann der Kunde jetzt entscheiden, welches Verbindungselement geeignet ist. Geht es primär um crashrelevante Bauteile, so empfehlen die Entwickler von Arnold Umformtechnik Flowform. Wenn es jedoch primär um Taktzeiten und eine Fixierung geht, und dies in Masse, dann sei Flowpush geeignet. Für das Einbringen beider Verbindungselemente können Anwender das gleiche Equipment verwenden, was letztendlich auch ein Kostenfaktor mit Blick auf Investitionen ist.
Heiko Miller ist verantwortlicher Entwicklungsingenieur bei Arnold Umformtechnik. Er beschreibt, welche Eckdaten bei Flowpush umgesetzt wurden. „Im Kern ging es darum, ein Fügeprogramm für alle Blechkombinationen zu entwickeln, um die Parametrierung für den Anwender deutlich zu vereinfachen und die Programmvielfalt zu reduzieren. Zudem sollten die Anwendungsgrenzen hinsichtlich der maximalen Fügedicke und beim Fügen von höherfesten Stählen erweitert werden bei gleichzeitiger Fokussierung auf das Thema Gewichtseinsparung. Und nicht zuletzt sollte eine Taktzeit unter einer Sekunde realisiert werden, bei sehr guten Verbindungseigenschaften und natürlich auch bei Nutzung des am Markt vorhandenen Fügequipments.“
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Karosseriebereich
Überall dort, wo die Taktzeit das Schlüsselkriterium der Verbindung ist, kann also Flowpush zum Einsatz kommen. Auch für den Einsatz bei komplexen Baugruppen mit einseitiger Zugänglichkeit ist das Verbindungselement geeignet. Der geometrische Aufbau des Teiles ermöglicht sowohl das Fügen von unvorgelochten als auch von klemmteilseitig vorgelochten Blechen - vorzugsweise im automobilen Karosserierohbau. Zudem ist das Verbindungselement als Fixierverfahren von geklebten Blechen anwendbar. „Die maximale Verbindungstabilität wird durch die Kombination aus Kleber und Fügeelement erzielt. Flowpush ist somit eine Weiterentwicklung und basiert auf der Funktionalität der fließloch- und gewindeformenden Schraube Flowform“, erläutert Miller.
In Abhängigkeit von der Anzahl der Bleche, vom Material und von der Festigkeit kann ein maximales Blechpaket von 7mm verarbeitet werden. Entsprechend können Verbindungen mit höchstfesten Stahlblechen bis maximal 1000 Mpa und 1,0 mm Blechdicke realisiert werden, ebenso Verbindungen gleichartiger Werkstoffe wie Aluminium-Aluminium und Stahl-Stahl, der Mischbau Aluminium-Stahl beziehungsweise Stahl-Aluminium sowie hybride Verbindungen im Karosserierohbau. Die Vorteile für den Kunden liegen auf der Hand: Taktzeiten unter 1,5 Sekunden sind realisierbar, herkömmliche Anlagentechnik kann genutzt werden und die Anwendungsgrenzen von Flowform sind deutlich erweitert. Zudem bietet das unlösbare Fixierverfahren eine Gewichtseinsparung von etwa 25 %.
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