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Arnold Umformtechnik

Fließlochformender Einpressbolzen für den Leichtbau

| Autor/ Redakteur: Sibylle Beck / Frauke Finus

Der Trend im Karosseriebau geht hin zu Mischverbindungen, aber auch zu Hybridverbindungen unterschiedlichster Materialien. Dieser Wandel im Werkstoffeinsatz bringt auch neue Anforderungen an die Fügetechnologien mit sich. Ein fließlochformender Einpressbolzen ermöglicht jetzt neue Anwendungen.

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Überall dort, wo Taktzeiten das Schlüsselkriterium bei der als Fixierung für hybride Anwendungen im Karosserieleichtbau sind, kann der fließlochformende Einpressbolzen Flowpush eingesetzt werden.
Überall dort, wo Taktzeiten das Schlüsselkriterium bei der als Fixierung für hybride Anwendungen im Karosserieleichtbau sind, kann der fließlochformende Einpressbolzen Flowpush eingesetzt werden.
( Bild: Arnold Umformtechnik )

Durch die Verwendung von Leichtbaumaterialien soll bei gleichbleibender Stabilität der Karosse das Gewicht reduziert werden. Eine Herausforderung hierbei liegt oft in der Verbindungslösung. Zum einen geht es dabei um das Verbindungselement an sich und zum anderen auch immer mehr um die am besten geeignete Verarbeitungstechnik für das Verbindungselement. Aktuell gibt es eine Vielzahl an Verfahren, um verschiedene Karosseriebauteile aus Blech zu fügen. Die Reduzierung der Taktzeit, die Investitions- und Folgekosten für das Verbindungselement sowie die dazu gehörende Technologie spielen in dieser Prozessbetrachtung eine wichtige Rolle. So darf sich die Minimierung der Prozessdauer nicht negativ auf die Verbindungseigenschaften auswirken.

Durch den Trend zur Mischbauweise werden verschiedene metallische aber auch metallische und nichtmetallische Werkstoffe miteinander verbunden. Durch diese Werkstoffkombinationen sind thermische Fügeverfahren oftmals unbrauchbar, wodurch das mechanische Fügen wieder in den Vordergrund rückt. Ein weiterer Einflussparameter auf das Fügeverfahren ist die Zugänglichkeit des Fügepunktes, denn häufig ist aufgrund der Bauteilgestaltung und -komplexität nur eine einseitige Zugänglichkeit gegeben.

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Gewindeformende Schrauben haben sich bereits bewährt

Bewährt für diese Anwendungen hat sich in den vergangenen Jahren beispielsweise die gewinde- und fließlochformende Schraube Flowform, die fest am Markt etabliert ist. „Bei diesem Verbindungselement handelt es sich um eine Schraube für die Blechverbindungstechnik, die in einem Arbeitsgang die Prozessschritte Loch- und Gewindeformen verbindet. Im industriellen Montageprozess können damit aktuell Taktzeiten von 2 bis 4 Sekunden erzielt werden. Die Taktzeit ist hier abhängig von den in der Verbindung eingesetzten Werkstoffen“, erklärt Dominik Fröhlich, verantwortlicher Anwendungstechniker bei Arnold Umformtechnik in Forchtenberg. „Das Hochgeschwindigkeitsbolzensetzen ist ein Blechfügeverfahren, das mit Taktzeiten bis zu 1 Sekunde momentan die größte Konkurrenz zur Technologie des Fließloch- und Gewindeformens darstellt“, so Fröhlich weiter.

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