Drehen und Fräsen

Glanzdrehen und Glanzfräsen schafft Oberflächen in Spiegel-Qualität

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Oftmals werden Jahre benötigt, um über gesicherte Technologiedaten zu verfügen, die alle Faktoren der involvierten Komponenten wie Ma-schinentyp, Werkzeug, Material und Bearbeitungsprozesse berücksichtigen und sich zu einem Optimum kombinieren lassen. Die hierfür aufzubringenden Entwicklungskosten können beispielsweise von einem Zulieferer nur getragen werden, wenn sein Auftragsbuch entsprechende Orders über einen längeren Zeitraum ausweist.

Die Sundwiger Drehtechnik hat diese Entwicklungsschritte vor Jahren erfolgreich durchlaufen und ein eigenes Verfahren zum Glanzdrehen und neuerdings auch Glanzfräsen von Luxusprodukten entwickelt, das den Namen First Solus trägt. Glanzdrehen und Glanzfräsen kann bei den Werkstoffen Messing, Aluminium, Kupfer und Rotguss eingesetzt werden. Eine Nachbearbeitung wie Schleifen oder Polieren entfällt. Das Verfahren zeichnet sich durch Prozesssicherheit aus und ermöglicht die Fertigung von Bauteilen mit Oberflächengüten, die vergleichbar mit denen eines Spiegels sind. Dabei kann es sich um Komplettbearbeitungen handeln, das heißt vom Designentwurf, Prototypenbau und der Vorserie bis hin zur Systemmontage unter Einbeziehung einer ausgefeilten Qualitätssicherung.

Eine Nachbearbeitung ist beim Glanzdrehen oder Glanzfräsen unnötig

Typisches Beispiel für die Anwendung des Glanzdrehens ist die Produktion von Knöpfen für Arma-turen im Automobilbereich (Bild 1) oder Armaturenkörper (Bild 2), etwa für den Sanitärbereich.

Der Sundwiger Drehtechnik ist es gelungen, eine vorher nicht realisierbare, „First Solus“ genannte Bearbeitung an einer Autofelge aus Aluminium mit einem Durchmesser von 540 mm umzusetzen (Bild 3). Dabei hat das Unternehmen mit diesem Verfahren als Basis für die Oberflächenveredelung bei schwierigen Konturen und sehr hohem Qualitätsanspruch hervorragende Ergebnisse erzielt.

Das umweltfreundliche Fertigungsverfahren First Solus bietet unter anderem den Vorteil, dass keine Nachbearbeitung erforderlich ist und somit auch keine Verunreinigungen, zum Beispiel durch Polierpasten, zustande kommen sowie eine Reduktion der Ausschusskosten bei der Oberflächenveredelung erzielt wird. Aufwändige Kaschierungsmaßnahmen, um Material- oder Verarbeitungsfehler auf der Oberfläche zu kompensieren, entfallen. Dennoch gibt es aufgrund von ganz bestimmten Nutzungsanforderungen weiterführende Oberflächenbearbeitungen, die allerdings durch die glanzgedrehten Oberflächen vorteilhaft unterstützt werden. Hierbei kann es sich um folgende Möglichkeiten handeln: Verchromung, hochwertige PVD-Beschichtungen haftbarer aufbringen, neuartige Spezialeffekte, zum Beispiel Umsetzung feinster Oberflächengrafiken als Designelement, Kontrastierungen oder Tiefenwirkung.

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