Drehen und Fräsen Glanzdrehen und Glanzfräsen schafft Oberflächen in Spiegel-Qualität

Autor / Redakteur: Dirk Graewe / Frank Fladerer

Glanzdrehen war schon immer etwas Besonderes, Aufwändiges und Edles – und das hat sich bis heute nicht geändert. Mittlerweile gibt es neue Materialien und Techniken sowie höhere Anforderungen und ein gesteigertes Qualitätsbewusstsein in allen Anwendungsbereichen. Eine Möglichkeit zum Glanzdrehen ist das Verfahren First Solus, mit dem Luxusprodukte gedreht und auch gefräst werden können.

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Bild 1: Glanzdrehen war lange Zeit eine Domäne der Schmuckwaren- und Uhrenindustrie. Heute wird das Verfahren auch für andere hochwertige Konsumgüter verwendet, unter anderem für die Produktion von Knöpfen für Armaturen im Automobilbereich.
Bild 1: Glanzdrehen war lange Zeit eine Domäne der Schmuckwaren- und Uhrenindustrie. Heute wird das Verfahren auch für andere hochwertige Konsumgüter verwendet, unter anderem für die Produktion von Knöpfen für Armaturen im Automobilbereich.
( Archiv: Vogel Business Media )

Lange Zeit war Glanzdrehen eine Domäne der Schmuckwaren- und Uhrenindustrie. Ein Hauptgrund: Als Basis für hochwertige visuelle Oberflächen gibt es nichts Vergleichbares. Ansprechendes und funktionelles Design, Haptik, Anti-Fingerprint- oder Easy-to-clean-Eigenschaften sind darüber hinaus mittlerweile nicht nur Themen der Automobil-, Leuchten-, Möbel-, Optik-, Unterhaltungs- und Sanitärindustrie, sondern auch im Apparatebau, der Laborgeräteindustrie, der Antriebs- sowie der Mess- und Regelungstechnik.

Vielfach handelt es sich bei den mit Glanzdrehen zu fertigenden Teilen um Funktions- und Bedienungselemente sowie um extrem passgenaue Bauteile. In der Regel geht es bei Glanzdreh-Bauteilen nicht um Einzelfertigungen, sondern um Serienprodukte, die den Anforderungen nach gleichem Erscheinungsbild in Farbe und Oberflächengüte und in der Materialbeschaffenheit, Passgenauigkeit sowie Qualität entsprechen und stets gleiche Eigenschaften aufweisen. Dies erfordert zwingend eine hohe Reproduzierbarkeit.

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Bereits Anfang der 60er-Jahre wurden Diamantwerkzeuge zum Glanzdrehen und Glanzfräsen von Schmuckwaren und Uhrgehäusen eingesetzt. Bei diesen Werkzeugen handelte es sich um Naturdiamanten. Heute sind Diamantwerkzeuge Standard in der Fertigungsindustrie. Denn sie werden einer effizienten Bearbeitung neuer Materialien, den Forderungen nach engeren Toleranzen sowie den höheren Ansprüchen in Bezug auf Oberflächengüte und Standzeit gerecht. Weil es sich um eine saubere und umweltfreundliche Technik handelt, liefert sie einen nicht gering einzuschätzenden Beitrag zur Humanisierung am Arbeitsplatz.

Viel Erfahrung mit Fertigungsparametern beim Glanzdrehen und Glanzfräsen

Die Praxis zeigt, dass Glanzdrehen und Glanzfräsen noch nicht sehr verbreitet ist und auch nur von sehr wenigen Produktionsbetrieben perfekt beherrscht wird. Dies ist auf den in der Vergangenheit noch nicht so stark forcierten Bedarf beziehungsweise eine geringe Nachfrage zurückzuführen – sicherlich mangels entsprechender Kenntnisse und Angebote. Denn ein erfolgreiches Glanzdrehen mit wiederholbaren Ergebnissen und dem Ausschluss von Fertigungsschwankungen, stellt sich erst mit dem Zugriff auf einen gesammelten Erfahrungsschatz ein.

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