Noch immer Hinterbänkler Beim Innovationsindex bleibt Deutschland auf dem 11. Platz

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Deutschland punkte zwar bei der Forschung, doch bei digitalen Innovationen und Unternehmenskultur hinke das Land hinterher. Das deutsche Patent- und Markenamt zeigt, wo es derzeit hapert ...

Das Bild wird in mancher Hinsicht seltener. Was die Innovationkraft angeht, so zeigt der neueste Index der Wipo, dass Deutschland den alten Rang, den es noch vor ein paar Jahre hatte, einfach nicht mehr erreicht. Hier die Gründe ...(Bild:  KI-generiert)
Das Bild wird in mancher Hinsicht seltener. Was die Innovationkraft angeht, so zeigt der neueste Index der Wipo, dass Deutschland den alten Rang, den es noch vor ein paar Jahre hatte, einfach nicht mehr erreicht. Hier die Gründe ...
(Bild: KI-generiert)

Die UN-Organisation für geistiges Eigentum (Wipo) untersucht rund 80 Indikatoren in fast 140 Ländern – von Forschung und Entwicklung über den Handel mit Hochtechnologie bis hin zu qualifizierten Arbeitsplätzen und der Lizenzierung von geistigem Eigentum. Deutschland kommt dabei in der Rangliste der innovativsten Länder nicht nach vorn, denn es liegt im Innovationsindex der weiterhin auf Platz elf. Deutschland is übrigens seit 2022 vom achten Platz dorthin abgerutscht. Die innovativsten Länder bleiben die Schweiz, Schweden und die USA, gefolgt von Südkorea und Singapur. Vor Deutschland liegen sogar noch Großbritannien, die Niederlande, Finnland, Dänemark und China. Der Index zeigt, dass Deutschland zwar ein robustes Innovationssystem hat, wie das deutsche Patent- und Markenamt in München betont – aber es wird auch deutlich, dass die Bundesrepublik in mehreren, für die wirtschaftliche Entwicklung wichtigen Indikatoren, deutlich schwächer abschneidet als die meisten Länder der Spitzengruppe.

Forschung und Humankapital sind Deutschlands Schlager

Es muss nach Meinung von Eva Schewior, der Präsidentin des Amtes, besser gelingen, die Ergebnisse in geschützte Innovationen und dann in attraktive Produkte und Geschäftsmodelle zu überführen, insbesondere beim Anwenden von Digitaltechnologien. Bei der Nutzung digitaler Informationstechnologien liege Deutschland sogar nur auf Rang 60 – drei Positionen schlechter als im Vorjahr! Rang 94 ist es beim Zufluss ausländischer Direktinvestitionen. Nur auf Platz

36 landet Deutschland beim Indikator „Kultur und Maßnahmen zur Förderung von Unternehmertum“. Damit sind die sozialen und kulturellen Normen gemeint, die unternehmerisches Handeln fördern oder hemmen, wie erklärt wird. Indes hoch bewertet wird Deutschland unter anderem bei Humankapital und der Forschung (Rang drei) und dem Anteil an Absolventinnen und Absolventen in Ingenieurswissenschaften (Rang fünf).

Künstliche Intelligenz steht und fällt mit Kapital

Künstliche Intelligenz treibt den Einsatz von Risikokapital in die Höhe, wie die Wipo weiter berichtet. Die Summe für innovative Start-ups und Geschäftsideen stieg dabei 2025 um 28 Prozent (auf 510 Milliarden Dollar = 450 Milliarden Euro). Das sei der stärkste jährliche Zuwachs seit 2021. Auf KI entfielen 53 Prozent des weltweiten Risikokapitals. Und im ersten Halbjahr 2026 seien es sogar 77 Prozent gewesen. Insgesamt dürften die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in diesem Jahr um 3,6 Prozent (auf 3,4 Billionen Dollar) wachsen, wie die Wipo prognostiziert.

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