Karosseriebauvorrichtungen Karosserieteile effizient und ressourcenarm zusammenfügen
Eine weiter wachsende Variantenvielfalt von Fahrzeugmodellen im Automobilbau und damit kürzere Entwicklungsphasen im Produktentstehungsprozess verlangen nach Steigerung des Automatisierungsgrades bei der Herstellung. Ein erster Schritt gilt deshalb der Mechanisierung von Karosseriebauvorrichtungen.
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Speziell für den Karosseriebau wird derzeit am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz gemeinsam mit den Projektpartnern Volkswagen AG, Ortlinghaus Werke GmbH und Sibea GmbH ein System entwickelt, mit dem Karosseriebauvorrichtungen in einem ersten Schritt mechanisiert werden sollen (Bild 1).
Dadurch soll effizienter und ressourcenschonender produziert werden. Zugleich sind damit kurze Produktlaufzeiten und häufige Modellwechsel besser sowie schneller und kosteneffizienter zu realisieren.
Vom starren System zurflexiblen Montagevorrichtung
Karosseriebauvorrichtungen sind derzeit vorwiegend starre Konstruktionen, welche entsprechend dem zu fertigenden Bauteil und der eingesetzten Fertigungstechnik angepasst sind. Eine derartige Vorrichtung besteht aus Bestimm- und Spannelementen, welche fest auf einem Tisch beziehungsweise einer Grundplatte montiert sind.
Um den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, müssen diese Vorrichtungskomponenten im Zehntelmillimeterbereich eingestellt und justiert werden. Bei diesem sogenannten Shimmen werden unterschiedlich starke Distanzplättchen zwischen den Bestimm- beziehungsweise Spannelementen und den Konsolen per Hand eingelegt oder entfernt (Bild 2).
Schwankungen der Werkstoffqualitäten schaffen Justagebedarf
Bereits vor dem Produktionsstart werden die Vorrichtungen durch sehr zeitaufwendige manuelle Prozesse eingerichtet indem die Vorrichtungskomponenten in bis zu fünf Achsen justiert werden. Des Weiteren ist auch während der Produktionsphase immer wieder ein gewisser Justagebedarf vorhanden, um Schwankungen der Werkstoffqualitäten welche sich in Verbindung mit den vorangegangenen Umform- und Fügeprozessen negativ auf die Bauteilqualität auswirken, auszugleichen ).
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