Materialprüfung Kerbschlagproben für die Materialprüfung in der Stahlindustrie rationell herstellen

Autor / Redakteur: Sascha Braun / Rüdiger Kroh

Der zeitnahen und wirtschaftlichen Fertigung von Werkstoffproben für die Materialprüfung kommt in der Stahlproduktion eine große Bedeutung zu. Denn ohne eine chargenweise oder stichprobenartige Werkstoffprüfung erfolgt keine Freigabe zur Auslieferung des Materials.

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Bild 1: Bearbeitungssituation in der CNC-Drehmaschine mit Revolver und angetriebenen Werkzeugen. Im Bild ist der Iscar-Scheibenfräser mit Self-Grip-Schneideinsätzen aus der Hartmetallsorte IC 328 zu sehen.
Bild 1: Bearbeitungssituation in der CNC-Drehmaschine mit Revolver und angetriebenen Werkzeugen. Im Bild ist der Iscar-Scheibenfräser mit Self-Grip-Schneideinsätzen aus der Hartmetallsorte IC 328 zu sehen.
( Archiv: Vogel Business Media )

In der modernen Fertigung folgt nach fast jedem Bearbeitungsschritt ein Kontroll- oder Prüfschritt, um eventuell schadhafte Teile sofort aussortieren zu können. Am Anfang steht natürlich das Rohmaterial und wenn es sich um so hochwertige Rohmaterialien wie Edelstahl-Halbzeuge handelt, dann gilt schon bei der Stahlerzeugung höchste Aufmerksamkeit.

Das weiß auch die Deutsche Edelstahlwerke GmbH in Witten an der Ruhr, die zur Schmolz + Bickenbach AG gehört. Die Deutschen Edelstahlwerke verteilen sich auf die vier deutschen Standorte Witten, Krefeld, Hagen und Siegen.

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An allen Standorten verfügt das Unternehmen über ein Qualitätsmanagement und alle relevanten Zulassungen sowie die Standardzertifikate ISO TS 16949, ISO 14001, ISO 9001 und QS 9000. Alle Fertigungsabläufe werden lückenlos gesteuert, überwacht und kontrolliert.

Am Standort Witten kümmert sich darum Andreas Mannel, Teamkoordinator der Abteilung Qualitätswesen Werkstoffprüfung, mit seiner Belegschaft. Die Hauptaufgabe dieser Abteilung ist es, monatlich bis zu 3500 Kerbschlag- und 1000 Zugproben durchzuführen und dafür die Prüflinge herzustellen (Bilder 1 bis 3 – siehe Bildergalerie).

Immer mehr Prüfaufträge in immer kürzerer Zeit

Das Probenmaterial entstammt den zuvor gefertigten Auftragschargen, wobei die Vorgabe gilt: Was morgens an Prüfungsaufträgen hereinkommt, sollte abends erledigt sein. Weil in immer kürzerer Frist mehr Prüfaufträge zu bewältigen sind, haben sich Mannel und sein Team zur durchgehenden Rationalisierung der Probenherstellung entschlossen. Dabei nahmen sie die Unterstützung von Werkzeugmaschinen- und Werkzeug-Herstellern in Anspruch, zumal die Probenherstellung durchaus mit der Produktion von Mechanikteilen zu vergleichen ist.

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