Anbieter zum Thema
„Es waren zahlreiche Meetings notwendig, bis wir die optimale Kirchhoff-Lösung gefunden hatten und wussten, in welche Richtung unser gemeinsames Projekt gehen soll“, konstatiert Hunger. Parallel zu den Projektgesprächen haben die Kirchhoff-Verantwortlichen entsprechende Marktuntersuchungen angestellt, Kundenwünsche ausfindig gemacht, den Trend der Warmumformung analysiert und auf die eigenen Produkte adaptiert. Daraus ist dann letztendlich auch die vorhandene Warmumformlinie entstanden.
Pilotversuche zum Warmumformen starten in der Projektphase
Bereits mitten in der Projektphase hatten sich Löcker und sein Team im Tec-Center in Attendorn mit Pilotversuchen der Warmumformung, dem Umformen von Tailored Blanks und dem partiellen Presshärten von Blechen genähert. Dabei wurden erste Erfahrungen mit dem Erwärmen der Platinen und Abschrecken des zu formenden Bauteils im Werkzeug gesammelt sowie die Vorteile der Warmumformung im Vergleich zur Kaltumformung sichtbar.
Deutlich wurde den Umformern, dass die Warmumformung wesentlich höhere Umformgrade möglich macht und die umgeformten Bauteile gleichsam höhere Festigkeitswerte bis über 1500 MPa aufwiesen. Auf diese Vorteile konnte auch im Hinblick auf Leichtbau und Sicherheit ein großer Automobilzulieferer wie Kirchhoff nicht länger verzichten.
Warmumgeformte Teile übernehmen wichtige Funktionen im Automobil
Warmgeformte Bauteile werden vor allem als Stoßfänger, Längsträger, Schweller, A- und B-Säulen, Seitenaufprallträger und Querträger eingesetzt. Bei Kirchhoff Automotive sind es diese Teile, die auf der Warmformlinie abgepresst werden.
Dabei gelangen die vorgeschnittenen Platinen über ein Feedersystem auf eine Rollenbahn und von dort in den Ofen. Dieser hat eine ungefähre Gesamtlänge von 30 m und eine beheizte Länge von etwa 25 m. Der Rollenherddurchlaufofen, Fabrikat Schwartz GmbH, in Simmerath, ist 2,3 m breit und wird mit Gas beheizt. „Er ist für unsere Anwendungen noch mit einigen Features ausgestattet“, erklärt Löcker, „die uns in die Lage versetzen, das Wärmemanagement genauestens zu kontrollieren.“
(ID:348451)