Warmumformen

Kirchhoff investiert in Warmumformlinie – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

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Der Ofen selbst ist in 12 Zonen unterteilt, die über Rekuperatorbrenner von oben und unten beheizt werden. Die Platinen durchlaufen den Ofen in einer Taktzeit von etwa 300 s, genau mit der Zeit, die man für die speziellen Warmumformteile bei Kirchhoff benötigt.

Manipulator legt glühende Platinen in das Presswerkzeug

Danach kommen die glühenden Platinen mit einer Temperatur von circa 900 °C aus dem Ofen und werden mit Hilfe eines Manipulators in das Presswerkzeug eingelegt. Zwischen dem Ofenauslauf und der einfachwirkenden hydraulischen 800-t-Presse befindet sich die Überwachungsstation für die Ofenparameter.

Die AP & T-Presse verfügt über 900 mm Hub und eine Tischgröße von 2000 mm × 2800 mm. Sie bietet eine Eil-senkgeschwindigkeit von 700 mm/s sowie eine Arbeitsgeschwindigkeit von 250 mm/s und ist mit einem Drei-Achs-Feeder mit Hitzeschild sowie Pyrometer und Wärmebildkamera ausgestattet.

Warmumformlinie in nur 12 Monaten realisiert

„Wir haben viele unterschiedliche Konzepte durchgearbeitet, bis diese Warmformlinie, wie sie hier steht, herausgekommen ist“, sagt Hunger. Doch er betont auch, dass die eigentliche Realisierung vom Auftrag bis zur Inbetriebnahme dank der detailreichen Vorgespräche und Vorarbeiten durch das Kirchhoff-Presshärtteam mit nur 12 Monaten relativ schnell vonstattenging. Beide Partner, Löcker von Kirchhoff und Hunger von AP&T, loben die Zusammenarbeit und gegenseitige Befruchtung mit dem Wissen rund um die Warmumformung.

Für die Kirchhoff Automotive als Premiumlieferant der weltweiten Automobilindustrie wird sich die Investition künftig rechnen. Denn mit niedrigeren Bauteilgewichten, einer hochqualitativen Formgebung der Bauteile mit gesteigerten sicherheitsrelevanten Festigkeiten und einer energieeffizienten Produktion hat Kirchhoff Automotive alle Trümpfe in der Hand.

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