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Eine Vielzahl von Vorteilen – und 1998 wurde die Entwicklung mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Natürlich kamen Anfragen von Unternehmen, die die 144-er auch in ihre Produktion integrieren wollten.
Serienfertigung der Schneid- und Sickenmaschine beinhaltet Risiken
Eine neue Herausforderung war es jetzt, die Schneid- und Sickenmaschine bis hin zur Serienreife zu entwickeln und in entsprechenden Auflagen zu fertigen. „Ein Kunde aus dem Zulieferbereich hat im Jahr 2006 auf einen Schlag 17 Maschinen bestellt und damit eine komplette Produktionslinie umgestellt. Wenn da etwas nicht funktioniert hätte, wäre das ein ziemlicher Imageverlust für uns gewesen“, beschreibt Dr.-Ing. Friedrich Klaas, Geschäftsführer der Betec, die Herausforderung.
„Heute ist die 144-er mit weltweit 150 verkauften Maschinen eines der stärksten Produkte des Unternehmens. Sie steht bei fast jedem Systemlieferenten. Alle, die etwas mit Rohren zu tun haben, können damit vergleichsweise saubere Trennschnitte realisieren und anschließende Arbeitsgänge direkt nachschalten“, sagt Klaas weiter.
Prototypenbau und Rohrendenbearbeitung ergänzen Rohrumformtechnik
Das kreative Self-Made-Potenzial des Firmengründers floss kontinuierlich in das Unternehmen ein und war Grundlage für die heutige Unternehmensstruktur. Auf 4000 m2 Produktions- und Verwaltungsfläche sind jetzt neben der Rohrumformtechnik die Bereiche Prototypenbau und Maschinenbau für spanlose Rohrendenbearbeitung abgebildet. Integriert sind der Vorrichtungs- und Werkzeugbau sowie die Konstruktion.
Die Notwendigkeit der strukturellen Neuordnung liegt für Friedrich Klaas auf der Hand: „Der Musterbau muss primär schnell sein, die Rohrtechnik primär gute Qualität gewährleisten und der Maschinenbau sollte sich primär durch innovative und funktionelle Kreationen auszeichnen.“
Für genau diese Kompetenzorganisation ist man bei Betec gut aufgestellt. „Im Musterbau bauen wir teilweise ganze Abgasanlagen auf. In der Rohrtechnik sind die einzelnen Module kleiner, die Anforderungen komplexer und komplizierter. Jüngstes Beispiel hierfür ist ein Endrohr für Ferrari“, erläutert Klaas die Organisation.
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