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Die Produktionsumfänge sind etwa gleichwertig auf die drei Kernbereiche verteilt. Das Entscheidende jedoch sei, dass jetzt eine lückenloses Angebot für die Kunden möglich ist. Von der Idee (Musterbau) über die Entwicklung (Maschinenbau) bis hin zum Endprodukt (Serienfertigung).
Kompetenz für das Rohrende
Was 1990 unter dem Firmengründer Ernst Bernecker seinen Anfang nahm, erweiterte sich kontinuierlich. Viel schneller als erwartet. Dies spiegeln auch die Zahlen wieder. Gestartet ist man mit 5 Mitarbeitern, bereits 2007 waren es 90. „Dieses Wachstum und die Innovationskraft des Unternehmens haben mich schon immer beeindruckt“, so Klaas, der die Betec und die Rohrbearbeitungsbranche seit vielen Jahren kennt. Als er 2007 gefragt wurde, ob er in die Geschäftsführung des Unternehmens eintreten möchte, musste er nicht überlegen.
Obwohl die Betec ihre Kunden mittlerweile weltweit hat, ist es für den Betec-Verkaufsleiter Kreuzer wichtig, Anfragen zuverlässig realisieren zu können. „Unsere Heimat sind nicht die Stückzahlen von 1,2 Mio. im Jahr, eher die Klein- und Mittelserie mit 3 bis 100000.“
Eins jedoch hat sich über alle Jahre wie ein roter Faden durch die Unternehmensentwicklung gezogen: das kreative Entwicklungspotenzial, mit dem neue Aufgaben immer wieder in Angriff genommen wurden. Auch Betec-Geschäftsführer Klaas unterstützt diese Vorgehensweise: „Wer mit der Rohrbearbeitung zu tun hat, weiß am Besten, was man anlagentechnisch verbessern kann.“
Neue hydraulische Rohrenden-Umformmaschine
Jüngstes Beispiel ist die neue hydraulische Rohrenden-Umformmaschine E-TEFM, die im Frühjahr auf der Tube in Düsseldorf vorgestellt wurde. Durch den Einsatz eines Elastomer-Wirkmediums wird eine Kombination von axialem und radialem Umformen ermöglicht. Die axiale Stauchkraft am Rohrende und der für die radiale Aufweitung nötige Pressdruck des Elastomers im Rohrinneren werden dabei unabhängig voneinander gesteuert. das gleiche gilt für alle Verfahrwege. Die maximale Schließkraft des Werkzeuges beträgt 800 kN.
Die Vorteile der neuen E-TEFM liegen einerseits in den technischen Möglichkeiten und andererseits in der kostengünstigen Ausführung. So kann zum Beispiel eine anspruchsvolle O-Ring-Kupplung am Ende eines Edelstahlrohres, die mit konventioneller mechanischer Technik bisher in fünf Arbeitsschritten gefertigt wurde, jetzt in einem Arbeitsgang hergestellt werden.
Betec hat für diese Neuentwicklung ein Gebrauchsmuster angemeldet und bereits umfangreiche Anfragen aus ganz Europa vorliegen. Über 200 Anfragen zu der neuen Umformmaschine habe man allein auf der Tube gehabt, davon mehr als die Hälfte aus dem fernen Ausland, beschreibt Kreuzer das Interesse an der Neuentwicklung.
Klappern gehört zum Handwerk
Endrohrblenden für Audi und Ferrari oder Nachschalldämpfer für VW – die Produkte von Betec sind gefragt. Doch Innovation, Qualitätsarbeit und Nachfrage allein reichen nicht aus, um Erfolg am Markt zu haben. Auch Klappern gehört zum Handwerk. Erst recht, wenn die abzusetzenden Maschinen so wie die neue Rohrenden-Umformmaschine gefragt sind.
Deshalb ist man bei Betec derzeit dabei, ein weltweites Händlernetz für die Maschinen aufzubauen. Eine neue und ganz andere Herausforderung also, die die kreativen Schwaben jetzt zu meistern haben.
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