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Die Einschaltzeit des Lasers und damit die Anlagenausbringung zu erhöhen, ist der Schlüssel zur Rentabilität des Prozesses. Jede Minute, die der Laser auf Teile wartet, verringert die Wirtschaftlichkeit des Schweißprozesses. Deshalb kommt es darauf an, den Laserstrahl nahe 100% der verfügbaren Zeit auf ein Werkstück zu richten.
Laserstrahl kann von mehreren Produktionsarbeitsplätzen genutzt werden
Um dies zu erreichen, gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits kann der Anwender den Laserstrahl teilen, so dass der Strahl von zwei oder mehr Produktionsarbeitsplätzen gemeinsam genutzt wird. Damit kann beispielsweise auf einer sekundären Arbeitsstation geschweißt werden, während auf der primären Arbeitsstation Teile ent- und beladen werden.
Eine weitere Möglichkeit die Einschaltzeit des Laserstrahls zu erhöhen, ist die Verwendung des Remote-Schweißens. Bei diesem Verfahren wird eine langbrennweitige Fokussieroptik eingesetzt, bei der die Strahlpositionierung auf dem Bauteil über Spiegel realisiert wird (Bild 4). Diese leichten, sehr dynamischen Abtastspiegel ermöglichen eine schnelle Indexierung zwischen Schweißvorgängen – der Einschaltgrad des Laserstrahls erhöht sich deutlich.
Viele Möglichkeiten für integrierte Anwendung des Laserschweißens
So universell der Laser als Schweißwerkzeug eingesetzt werden kann, so individuell ist der Weg zur integrierten Anwendungslösung. Ausgehend vom zu bearbeitenden Werkstück, der spezifischen Aufgabenstellung und Kriterien wie Materialstärke, Werkstoff, Losgröße, Variantenvielfalt, Reproduzierbarkeit und Materialfluss, lassen sich oft nur im intensiven Dialog mit dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten.
Bei Trumpf basiert der Weg zu individuellen Lösungen auf den flexiblen Lasersystemen, die in Applikationszentren auf den Kunden zugeschnitten werden. Die Applikationszentren garantieren dabei eine konkrete Anwendungsentwicklung für die spezifische Aufgabenstellung des Kunden.
Ausgestattet mit der kompletten Lasertechnik arbeiten die Experten stets mit einem ganzheitlichen Ansatz. Von der lasergerechten Konstruktion über die eigentliche Prozesstechnik sowie der Zusammenstellung von Technologietabellen bis hin zu neuen Spannkonzepten und den notwendigen Prozesskomponenten reicht das Aufgabenspektrum.
Dr. Rüdiger Brockmann ist Produktmanager bei der Trumpf Laser GmbH + Co. KG, 78713 Schramberg.
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