Trenntechnik

Kugelgewindetrieb sorgt für hohe Planparallelität beim schnellen Trennen von Ringen

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Das Unternehmen setzt konsequent auf Standardbauteile aus deutscher Fertigung, um auch langfristig die Servicekosten niedrig zu halten. So gewährleistet Rexroth den uneingeschränkten Austauschbau: Alle Rollenschienenführungswagen einer Baugröße – auch mit unterschiedlichen Bauformen und verschiedenen Genauigkeitsklassen – passen immer auf Rollenschienen der jeweiligen Größe.

Genau definierter Zahneingriff reduziert Wärmeentwicklung beim Sägen

Der genau definierte Zahneingriff in das Material reduziert die Wärmeentwicklung bei der trockenen Bearbeitung mit Minimalschmierung und erlaubt höhere Schnittgeschwindigkeiten ohne Kühlschmierstoffe. Die reine Trennzeit sinkt auf durchschnittlich 20% im Vergleich zum Bandsägen, das meist zusätzlich auch noch eine nachträgliche Planbearbeitung erfordert. So lassen sich, im Gegensatz zu allen anderen Verfahren, Länge und Dicke der Späne gezielt beeinflussen.

Gerade bei Edelstählen und sehr zähen Legierungen entstehen sonst lange Späne, die sich unkontrolliert lösen können. Bei diesem Trennverfahren ist der Späneabfluss unter Kontrolle und kann Gefährdungen von Menschen ausschließen.

Sägemaschine konform zur neuen Maschinenrichtlinie

Die Maschine erfüllt die Sicherheitsvorgaben der neuen Maschinenrichtlinie. Ein besonderer Vorteil: Die Größe des Sägeblatts richtet sich einzig nach der Wandstärke der Ringe, ein klarer Vorteil gegenüber anderen Verfahren. Das reduziert die Werkzeugkosten deutlich.

Ein weiterer Pluspunkt im Vergleich zum Abstechen der Ringe ist, dass bei diesem Verfahren der abgetrennte Ring prozesssicher gehalten und durch das automatische Abnahmehandling angelegt werden kann. Gleichzeitig ermöglicht das neue Verfahren das Trennen fast auf Fertigungsmaß und liefert bereits im ersten Produktionsschritt sehr glatte Oberflächen. Bei Kupferringen ist die Oberflächenrauigkeit so gering, dass sich die Schnittkante spiegelt.

Trennverfahren auch zum Nachrüsten von Dreh- und Fräsmaschinen

Die GRC-Prototyp-Maschine für Ringe bis 1450 mm Durchmesser läuft seit Jahresbeginn im Werk von PTZ Weidner auf Hochtouren. Das Unternehmen nutzt die Maschine in der Lohntrennerei, um Erfahrungen mit den verschiedensten Werkstoffen zu sammeln und damit die Prozessstabilität noch zu erhöhen.

Der Mittelständler bietet das neue Verfahren sowohl in offenen und geschlossenen Stand-alone-Maschinen an als auch als Nachrüstmodul für bereits installierte Karussell-Dreh- und Fräsmaschinen. In beiden Varianten übernimmt der Greifer auch das ebenfalls einzeln erhältliche automatisierte Teilehandling (Bild 4) für die Befestigung am Hallenkran und legt die abgetrennten Ringe zur weiteren Bearbeitung ab.

Schnelles Trennen erhöht Energieeffizienz und schont Ressourcen

Die schnelle Trennung erhöht nicht nur die Produktivität, sondern setzt auch neue Maßstäbe für das Haushalten mit Ressourcen. Die schnellere Bearbeitung mit geringeren Kräften reduziert den Energiebedarf deutlich. Durch die hohe Genauigkeit nutzen Anwender die teuren Rohlinge aus hochwertigen Metallen optimal aus. Der Verzicht auf Kühlschmierstoffe und die Minimalmengenschmierung der Kugelgewindetriebe sowie der Rollenschienenführungen senkt die Betriebskosten zusätzlich.

Frank Hentschel ist Mitarbeiter im Vertrieb bei der Bosch Rexroth AG, 70736 Fellbach

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