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Automatisiertes Laserschneiden

Laserschneidanlage mit angebundenem Lagersystem ermöglicht mannlosen Betrieb

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Erfahrung in der Konstruktion von Blechteilen hat man bei Zako also bereits ausgiebig gesammelt. Allerdings wurden die konkreten Arbeiten an Externe vergeben. Lediglich die Montage der Baukästen wurde bei Zako durchgeführt.

Automatische Blechbearbeitung bis zur fertigen Baugruppe

Geändert hat sich dies vor etwa fünf Jahren, als erste Investitionen in den Auf- und Ausbau der Blechfertigung geflossen sind. Den Anfang machten eine automatisierte Stanzmaschine, zwei Abkantpressen sowie die Erweiterung der Schweiß- und Montagearbeitsplätze. Mit den Maschinen wurde eine Lohnfertigung von Blechteilen bis hin zu Baugruppen als zweites Standbein aufgebaut. Auf diese Weise haben Achim und Thorsten Schäffer dazu beigetragen, die Region Ostwestfalen-Lippe zu einem Zentrum für die Blechbearbeitung auszubauen.

Die Fertigung von Stanz- und Umformteilen mit dem bisherigen Equipment verlief äußerst erfolgreich. Dennoch war relativ schnell klar, dass für den weiteren Ausbau der Kapzitäten eine flexiblere Produktionstechnik notwendig sein würde. „Es kam eigentlich nur eine 2D-Laserschneidmaschine in Frage“, betont Achim Schäffer. Im Hinblick auf die Automatisierung war man damals allerdings noch offen. „Uns war klar, dass wir bei den Mengen an zu verarbeitenden Blechen ohne ein vernünftiges Lager- und Logistiksystem bald das Chaos hätten“, ergänzt Thorsten Schäffer dazu.

Gesamtkonzept aus Laserschneidmaschine und Automatisierung gab den Ausschlag

Entscheidend war deshalb das stimmige Gesamtkonzept aus Laserschneidanlage und Automatisierung, das zudem auf die Hallen zugeschnitten und für Weiterentwicklungen des Unternehmens vorbereitet sein musste. Von Turm- bis zu Regalsystemen wurden verschiedene Lösungen untersucht und diskutiert. Von den Anbietern, mit denen man gesprochen habe, seien Bystronic und Remmert am flexibelsten gewesen, um auf die räumlichen Verhältnisse und Entwicklungsoptionen bei Zako einzugehen, erinnert sich Achim Schäffer.

Heute steht die komplette Anlage vergleichsweise kompakt am hinteren Ende der Halle, direkt neben der zweiten Lkw-Einfahrt. Die By-Speed Pro fluchtet dabei mit ihrem Arbeitstisch für Platinengrößen von 3000 mm × 1500 mm und dem sich anschließenden Wechseltisch genau mit der Toreinfahrt.

Zwischen Wand und Laserschneidanlage steht das Regalbediengerät samt Übergabestation und dem einzeiligen Regalsystem. Der sich in die Halle öffnende Raum wird zum Bestücken und Auslagern des Regalsystems genutzt, ist aber so angelegt, dass Platz für eine zweite Laserschneidanlage und eine eventuelle Erweiterung des Lagersystems bleibt. Der Hallenboden ist jedenfalls schon entsprechend nivelliert.

Lasermaschine und Lager bilden kompakte Fertigungseinheit

Das knapp 5 m hohe Blechlager bietet auf einer Fläche von etwas über 90 m² Platz für 100 Paletten. Jede davon kann 3 t tragen woraus eine Gesamtkapazität von 300 t resultiert, die auf einer Fläche von 20 m × 4,5 m × 4,8 m (L × B × H) eingelagert werden können. Das Handling beim Ein– und Auslagern erledigt ein Regalbediengerät, das Fahrgeschwindigkeiten bis 100 m/min sowie Hub- und Ziehgeschwindigkeiten bis 24 m/min erreicht.

Lager und Laser bilden eine kompakte Fertigungseinheit: Über die Logistiksoftware Pro WMS Enterprise von Remmert ist die Bystronic By-Speed Pro voll an das Lagersystem angebunden. Die Steuerung der Lasermaschinen fordert bei Aufruf eines Fertigungsauftrags das zugehörige Material über eine Datenschnittstelle aus dem Lagersystem an.

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