Lackieren Mehr Zerstäuberleistung bei weniger Komplexität
Höhere Leistung, Verfügbarkeit und Flexibilität zu reduzierten Kosten. Diese Anforderungen treiben die Entwicklung der elektrostatischen Wasserlackapplikation in der Karosserielackierung voran. Jedoch sind heutige Systeme entweder technisch zu aufwendig und damit zu teuer oder sie haben nicht die erforderliche Flexibilität. Mit einer neuen Zerstäubergeneration beendet Dürr die Kompromisse.
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Man muss nicht weit zurückdenken, da war die Welt der Applikationstechnik in der Karosserielackierung noch zweigeteilt. Für die Innenlackierung und den zweiten Basislackauftrag auf Außenflächen setzte man pneumatische Zerstäuber ein, für alle anderen Außenumfänge Hochrotationszerstäuber mit elektrostatischer Lackaufladung. Die Nachteile dieser Aufteilung: hohe Lacknebelverluste der pneumatischen Applikation, unterschiedliche Systeme und Prozesse in einer Linie, mangelnde Flexibilität.
Elektrostatische Applikationstechnik für Innenlackierung möglich
Seit dieser Zeit hat sich viel verändert. Der zweite Basislackauftrag wird bei fast allen OEM mit der effektiven elektrostatischen Applikation durchgeführt. Dieses im Fachjargon Bell/Bell genannte Verfahren ist mittlerweile Stand der Technik.
Nun stellte sich die Frage, ob auch für die Innenlackierung die elektrostatische Applikationstechnik eingesetzt werden könne. Die Antwort: im Prinzip ja, jedoch mit zwei Voraussetzungen, die zu erfüllen sind. Erstens: Der Zerstäuber muss kompakt sein, um eine Erreichbarkeit aller zu lackierenden Flächen zu gewährleisten. Zweitens: Die Lackstrahlbreite muss in einem weiten Bereich einstellbar sein. Idealerweise sollte dieser Zerstäuber nicht nur für die Innenlackierung einsetzbar sein, sondern auch für Außenflächen.
Neue Zerstäuberreihe bei Lackstrahleinstellung sehr flexibel
So weit die Zielvorgaben. Die Umsetzung in die Praxis haben die Entwickler von Dürr mit einer hohen Priorität vorangetrieben. Die große Flexibilität bei der Strahleinstellung wird bereits bei den HD- und HX-Modellen der Zerstäuberreihe Ecobell 2 durch ein Glockenteller-Lenkluftsystem erzielt, das über zwei voneinander unabhängige Lenklüfte verfügt.
Der kompakte Zerstäuber ist jedoch eine weit anspruchsvollere Forderung, insbesondere bei der Applikation von Wasserlacken. Eine elektrostatische Außenaufladung mit dem Elektrodenring in der bisherigen Form ist wegen seiner Größe nicht einsetzbar und für eine Direktaufladung des Lackmaterials ist eine Potenzialtrennung erforderlich.
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