CAD/CAM/CAE Methodisch konstruieren mit Baukasten-Elektroengineering

Autor / Redakteur: Birgit Hagelschuer / Dietmar Kuhn

Hörmann Industrietechnik ist ein Engineering-Dienstleister – auch für die Automobilindustrie. Um sich einen Wettbewerbsvorsprung zu verschaffen, entwickeln die Ingenieure mit einem Engineering Center (EEC) neuerdings einen modularen Engineering-Baukasten, sparen damit Zeit und steigern die Qualität.

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Als spezialisierter Konstruktions-Dienstleister übernimmt die Hörmann Industrietechnik GmbH, eine Tochter der Voith Industrial Service, das Elektro-Engineering von kompletten Produktionsanlagen der Automobilindustrie. Dafür hat das Unternehmen, das an 22 Standorten tätig ist, umfangreiche Expertisen vorzuweisen und sich einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Für einen deutschen Automobilhersteller haben die Hörmann-Konstrukteure aktuell die komplette Steuerungs- und Elektrotechnik einer Anlage für den Karosserierohbau geplant.

Zu der Produktionslinie gehören 21 Roboter mit Mehrdockingstationen, sechs Drehtischen, zwei Falzvorrichtungen sowie weiteren Arbeitsstationen für das Schweißen und Kleben von Karosseriekomponenten. Nach dem Engineering und der Freigabe durch den Kunden wurden die projektierten Elektroanlagen im eigenen Schaltschrankbau montiert und vor Ort installiert. Derartige Aufgaben erledigt Hörmann nicht nur für die Automobilhersteller und -zulieferer, sondern auch für Anlagenbauer (Bild 1 – siehe Bildergalerie).

Mit optimierten Prozessen schneller im Markt agieren

Ein zentraler Trend, den Hörmann im täglichen Geschäft registriert, sind die immer kürzeren Planungszeiten, die dazu führen, dass mehr Prozesse simultan abzuarbeiten sind. Auf diesen Trend wollte Hörmann ganz grundsätzlich reagieren und seine Prozesse so optimieren, dass das Unternehmen schneller agieren kann. Zudem wollten die Konstrukteure in der Lage sein, flexibler auf die immer häufigeren Last-Minute-Änderungen einzugehen.

Die Eplan-Plattform war bereits erfolgreich im Einsatz – jetzt folgte der nächste konsequente Schritt mit der Nutzung des Eplan Engineering Center (EEC). Dahinter steht eine mechatronische Arbeitsweise, verbunden mit einer vollkommen anderen Konstruktionsmethodik als bisher.

Komponenten-Bibliothek enthält alle Module von Maschinen und Anlagen

Mit dem EEC wird eine Komponenten-Bibliothek aufgebaut und die Maschinen und Anlagen werden in kleinste Module zerlegt. In einem Baukasten werden diese funktionalen Module, wie beispielsweise Robotergreifer und Schweißzangen, definiert und mit spezifischen Merkmalen oder Leistungsdaten versehen.

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