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Ein weiterer Vorteil des EEC, den man bei Hörmann Industrietechnik ebenfalls nutzt, ist die Möglichkeit des gewerkeübergreifenden Konstruierens. Auch die SPS-Programmierung erfolgt im Baukastenprinzip mit dem EEC.
Engineering-Center ermöglicht durchgängigen Workflow
Darüber hinaus wird das System für die Visualisierung und die Konfiguration der Sicherheitstechnik mit der Sistema-Software verwendet. Und der Schaltschrankbau, der mit Eplan Cabinet arbeitet, erhält ebenfalls alle nötigen Informationen aus dem EEC – einschließlich der automatischen Kabelkonfektionierung (Bild 3). Auf der Basis des Engineering Centers hat man bei Hörmann nun einen durchgängigen Workflow realisiert, der auch die Kalkulation und die Dokumentation mit einschließt.
Die Optimierung der Kalkulation war für die Verantwortlichen ein wichtiges Anliegen, denn die Angebote, die die Kunden erhalten, sind sehr umfangreich. Das EEC erleichtert die Aufgaben im Vorfeld der Auftragsvergabe, weil es die Ermittlung der Mengengerüste ermöglicht. Jetzt können die Hörmann-Experten in der Angebotsphase sehr viel detaillierter planen.
Das schätzen die Kunden, weil es eine bessere Gesprächsgrundlage gibt, und die Ingenieure können genauer kalkulieren. Und wenn der Auftrag erteilt wird, hat Hörmann schon viele Vorarbeiten geleistet, sodass sich der Workflow beschleunigt. Die Anbindung an das ERP-System schafft die Durchgängigkeit zwischen den technischen und kaufmännischen Aufgaben. Das EEC meldet die Stückliste als Bedarf an das ERP-System.
Hörmann hat mit der Einführung des EEC auch die Organisationsstrukturen und die Arbeitsteilung zwischen den Standorten angepasst. Am Standort Ingolstadt wurde ein EEC-Kompetenzzentrum eingerichtet, das den Baukasten erstellt und die Kollegen in den Niederlassungen unterstützt. Zum Team gehören auch Kollegen aus der SPS- Programmierung sowie projektweise Mitarbeiter aus anderen Abteilungen und Standorten.
Kürzere Entwicklungszeiten und höhere Qualität als Ergebnis
Die Entscheidung für das Erstellen eines EEC-Konstruktionsbaukastens ist auch vor dem Hintergrund einer strategischen Neuausrichtung bei Hörmann zu sehen. Denn mit dem EEC verfügt das Unternehmen über ein Tool, das kürzere Entwicklungszeit, höhere Qualität und verbesserte Flexibilität verspricht. Mit diesen Argumenten wollte es neben der Automobilindustrie auch neue Branchen ansprechen und neue Kunden gewinnen.
Dabei hat man konkrete Ziele vor Augen. Zum Beispiel gibt es schon innerhalb des Voith-Konzerns interessante Aufgaben zu lösen. Schwesterunternehmen von Hörmann sind beispielsweise im Papiermaschinenbau und im Turbinenbau weltweit führend. Hier sind ebenfalls umfangreiche Aufgaben der Elektrokonstruktion zu bewältigen.
Birgit Hagelschuer ist Leiterin Marketing bei Eplan Software & Service in Monheim am Rhein
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